Was kostet ein Siebdruck?

Zwei Hände auf einem Gummiwischer. Die Rakel zieht Farbe in einer einzigen, gleichmäßigen Bewegung durch das gespannte Nylongewebe, hinunter aufs Papier darunter. Diese Bewegung kostet im Erstverkauf oft nicht mehr als das Material, aus dem sie entsteht. Am 12. November 2025 wechselte in New York trotzdem ein einzelnes Blatt, mit genau dieser Bewegung entstanden, für 1.514.000 Dollar den Besitzer: Andy Warhols Marilyn Monroe, Blatt Nummer 129 einer Auflage von 250. Was kostet ein Siebdruck also? Die ehrliche Antwort hängt davon ab, welche Zahl man meint.

Denn dieselbe Handbewegung, dasselbe Sieb, dieselbe Rakel waren schon einmal für weniger zu haben. Wie wird aus genau dieser Bewegung einmal eine siebenstellige Auktionssumme, ein andermal nur ein paar Hundert Euro in einer heutigen Galerie?

Warum hat der Siebdruck kein Alte-Meister-Preissegment wie die Radierung?

Bei der Radierung beginnt die teuerste Preiskategorie mit Rembrandt, Dürer und Goya, mit Blättern aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Eine vergleichbar alte Kategorie gibt es beim Siebdruck nicht, aus einem einfachen Grund: Die Technik wurde als eigenständige Kunstform erst im 20. Jahrhundert anerkannt. Was ist ein Siebdruck technisch? Farbe wird mit einer Rakel durch ein feines Gewebe aufs Papier gedrückt; die Siebdruck-Seite erklärt das Verfahren im Detail.

Anthony Velonis, Federal Music Project, Siebdruckplakat des WPA Federal Art Project, 1938.
Anthony Velonis, Federal Music Project, 1938. Siebdruckplakat des WPA Federal Art Project. Public Domain.

Der historische Markt beginnt deshalb nicht mit einem Kunstwerk, sondern mit einem Regierungsprogramm. Ende 1938 richtete die New Yorker Works Progress Administration unter Anthony Velonis eine eigene Silk Screen Unit ein, als Teil ihrer Graphic Section. Einen eigenen kunsthistorischen Namen bekam die Technik erst 1941, als Carl Zigrosser den Begriff Serigrafie vorschlug. Der neue Name sollte den künstlerischen Siebdruck vom kommerziellen Reklamedruck abgrenzen, eine Unterscheidung, die Serigrafie ausführlicher nachzeichnet.

Damit bleiben für den Siebdruck nur zwei Marktsegmente: der historische Editionsmarkt der Pop-Art-Ära, mit Warhol und Rauschenberg als bekanntesten Namen, und der zeitgenössische Galeriemarkt, in dem heute auch Studio Sonsu verkauft. Kein drittes, jahrhundertealtes Segment liegt dazwischen und federt den Sprung zwischen beiden ab, was die Preisspanne beim Siebdruck so schroff macht. Die Radierung dagegen trägt drei Segmente, weil ihre teuerste Kategorie schon im 15. Jahrhundert beginnt; was eine Radierung kostet, verteilt sich deshalb über eine noch größere Spanne.

Welche Faktoren so einen Preis über alle Drucktechniken hinweg formen, von Papier über Auflage bis zur Signatur, ordnet Druckgrafik Preise verstehen technikübergreifend ein.

Was zahlte man 1967 für ein Warhol-Set, und was zahlt ein einzelnes Blatt heute bei Auktion?

Andy Warhols Marilyn-Monroe-Portfolio erschien 1967 bei Factory Additions, zehn Blätter in einer Auflage von 250. Das komplette Set war ursprünglich für 500 Dollar zu haben, also rund 50 Dollar pro Blatt; viele Sets wurden später auseinandergenommen, damit die Blätter einzeln verkauft werden konnten. Warhol hatte den Siebdruck im August 1962 in seine Factory geholt und den Einstieg selbst als schnell und riskant beschrieben ("quick and chancy"); wie aus dieser Technik sein Markenzeichen wurde, zeichnet Andy Warhol nach.

Ein einzelnes Blatt aus dieser Auflage, rückseitig nummeriert "129/250", kam am 12. November 2025 bei Rago Auctions in New York unter den Hammer. Geschätzt auf 2 bis 3 Millionen Dollar, erzielte es 1.514.000 Dollar. Ein anderes Blatt aus demselben Portfolio hatte gut ein Jahr zuvor, am 16. Oktober 2024, bei derselben Auktionsfirma für deutlich weniger den Besitzer gewechselt: 163.800 Dollar, bei einer Schätzung von 100.000 bis 150.000 Dollar.

Das Muster zeigt sich auch im Aggregat: Laut einer Marktanalyse von MyArtBroker wechselten zwischen 2017 und 2025 164 einzelne Marilyn-Monroe-Drucke und 12 komplette Portfolio-Sets öffentlich den Besitzer, mit einem addierten Auktionsvolumen von 42,56 Millionen Pfund und einem Rekord von 3,58 Millionen Pfund für ein komplettes, intaktes Set (Mai 2022, Christie's New York). Dieselbe Analyse beobachtet für ein komplettes Portfolio, das im April 2017 für 704.000 Pfund verkauft wurde, bis 2024 einen rechnerischen Wert von rund 2,41 Millionen Pfund, was einem jährlichen Wachstum von etwa 19 Prozent über diesen Zeitraum entspricht. Das ist die rückblickende Rechnung für einen abgeschlossenen Marktzeitraum, keine Prognose und schon gar kein Versprechen für ein heute gekauftes Blatt. Was aus einem Siebdruck wird, der jetzt entsteht, lässt sich daraus nicht ableiten.

Auf dem internationalen Marktplatz Riseart laufen Siebdrucke aktuell zwischen 65 und 37.900 Dollar, mit Warhol- und Lichtenstein-Blättern am oberen Ende der Liste und einem Blatt der Künstlerin Perdita Sinclair für 65 Dollar am unteren. Innerhalb einer einzigen Verkaufsliste stehen damit historisches und zeitgenössisches Segment nebeneinander. Das zeigt, wie leicht beide auf offenen Plattformen verschwimmen, wenn man sie nicht sauber trennt. Was diese Zahlen noch nicht erklären, zeigt sich erst an einem zweiten Blatt aus derselben Bildvorlage, das nie in ein Auktionshaus musste, um seinen Preis zu finden.

Warum kostet ein baugleicher Nachdruck heute nur 413 Dollar?

Ein Händler bietet einen Siebdruck der Marilyn-Serie heute für 413 Dollar an, unnummeriert, auf Museumskarton gedruckt. Auf der Rückseite steht ein Stempel: "Published by Sunday B. Morning", darunter die Aufforderung "Fill in your own signature".

Sunday B. Morning druckte diese Serie mit einer Autorisierung, die Warhol später widerrief. Im Werkverzeichnis von Feldman und Schellmann taucht das Blatt entsprechend als Arbeit "nach Andy Warhol" auf, nicht als eigenhändiges Original.

Dasselbe Motiv, dieselbe Technik, gedruckt von denselben Ursprungsnegativen: als Original von 1967 kostet ein einzelnes Blatt heute bis zu 1,5 Millionen Dollar, als legaler, aber nicht von Warhol autorisierter Nachdruck heute 413 Dollar. Der Unterschied liegt nicht im Bild und nicht im Handwerk. Er liegt an Autorisierung, Nummerierung und Provenienz, an dem Papier, das eine Herkunftsgeschichte trägt, gegenüber dem, das keine hat.

Nicht jedes Werk mit Siebdruckanteil in einem Millionen-Auktionsergebnis ist ein editionierter Kunst-Siebdruck. Robert Rauschenbergs Gemälde "Buffalo II" von 1964, Öl und Siebdruckfarbe auf Leinwand, erzielte im Mai 2019 bei Christie's New York 88,81 Millionen Dollar, sein bisheriger Auktionsrekord. Es ist ein einzigartiges Unikat-Gemälde, kein Editionsdruck, und gehört deshalb in eine andere Kategorie als Warhols Portfolio. Rauschenbergs tatsächlicher Beitrag zum Editionsdruck-Markt ist ein anderes Blatt: "Booster" von 1967, eine Kombination aus Lithografie und Siebdruck auf Papier, 183 mal 89 Zentimeter, in einer Auflage von 38 Exemplaren bei Gemini G.E.L. in Los Angeles gedruckt. Mit fester Auflage und eigener Auktionsgeschichte gehört "Booster" damit nicht zum laufenden Geschäft einer heutigen Galerie.

Was kostet ein Siebdruck, der heute in einer Galerie entsteht?

Zwischen dem Auktionsextrem der Warhol-Blätter und dem Textil-Siebdruck, der keine Kunst ist und die Suche vor allem verschmutzt, liegt das zweite der beiden Kunst-Segmente, das online leicht übersehen wird: der reguläre Markt für zeitgenössische Kunst-Siebdrucke. Der weltweite Auktionsmarkt für Drucke kam 2024 auf rund 473 Millionen Dollar bei 193.000 Transaktionen, ein Plus von 57 Prozent gegenüber dem Vor-Corona-Niveau. Über den gesamten Kunstmarkt hinweg liegen drei von vier Transaktionen unter 5.000 Dollar. Genau in diesem unteren Preisband bewegt sich der Siebdruck-Preis, den ein heute in einer Werkstatt entstandenes Blatt tatsächlich hat, weit weg von den Ausreißern der beiden vorigen Abschnitte.

John Simpson, Entanglement, Siebdruck mit ueberlagerten botanischen Formen, Hochformat.
John Simpson, Entanglement, Siebdruck. Kleine Auflage als Werkstatt-Entscheidung.

Die deutsche Galerie Fahning Art nennt für ihre Kunst-Siebdrucke einen typischen Bereich von 75 bis 300 Euro, bei einer Auflage von 50 Exemplaren, die Herstellungskosten und künstlerische Arbeit auf 50 Käufer verteilt. Britische Editions-Häuser bewegen sich im selben Bereich. Bei Site Gallery kostet Paul Morrisons "Equisetum" (2017, Auflage 20) 200 Pfund. Weitere Blätter derselben Galerie, etwa Florence Blanchards "BOUNCE!" (Auflage 50) oder Laura Buckleys "Meringue for Site" (Auflage 20), liegen ebenfalls im niedrigen dreistelligen Pfund-Bereich. Print Club London druckt handgezogene Editionen ab 25 Pfund, The Art Post listet einen Siebdruck von Saoirse Egan, "Interlude", für 55 Pfund.

Auch der Siebdruck bei Studio Sonsu bewegt sich in diesem mittleren dreistelligen Preisbereich, wie die britischen und deutschen Vergleichsbeispiele oben, mit vereinzelten Ausreißern nach unten und oben.

John Simpsons Siebdruck "Entanglement" erscheint in einer Auflage von nur 10 Exemplaren, der kleinsten im aktuellen Sortiment, jedes Blatt zusätzlich mit einer von Hand gemalten, einzigartigen Zeichnung versehen. Eine Auflage von 10 ist hier eine bewusste Entscheidung der Werkstatt, kein physisches Limit wie bei einer unverstählten Kupferplatte.

Ein Siebdruck, der heute für 200 oder 300 Euro über den Tisch geht, teilt mit Warhols Marilyn nur die Technik, nicht die Marktlogik. Der zeitgenössische Galeriemarkt bewertet ein neu entstandenes Blatt, der historische Editionsmarkt bewertet Jahrzehnte Auktionsgeschichte. Zwischen beiden führt kein Pfad, den man beim Kauf beschreiten könnte.

Was die Farbanzahl mit dem Preis macht

Die Auflagenhöhe beim Siebdruck war von Anfang an eine Konvention, keine Materialgrenze. Fine-Art-Drucke des Federal Art Project erschienen in Standardauflagen von mindestens 25 Exemplaren, Radierungen und Holzstiche in Auflagen von 25 bis 50. Bis 1940 waren bereits 20 Prozent aller Arbeiten der Graphic Arts Division Siebdrucke.

Antonia Reber beim Siebdruck in ihrer Werkstatt, Rakel ueber dem gespannten Sieb.
Antonia Reber beim Siebdruck: für jede Farbe ein eigener Durchgang mit der Rakel.

Anthony Velonis hatte das Verfahren ab 1936 für die Massenproduktion von WPA-Postern verfeinert. Bis zu 600 Poster am Tag verließen so die Werkstatt, ein einzelner Abzug kostete weniger als einen Dime, umgerechnet unter 10 Cent. Das New Yorker Posterprojekt beschäftigte rund 50 Künstler und produzierte bis 1938 insgesamt 306.472 Abzüge aus 11.240 Entwürfen. Von all diesen Postern sind heute nur noch etwa 2.000 Exemplare bekannt erhalten.

Was diese historische Auflagenzahl nicht erklärt, ist der Preisunterschied innerhalb eines einzigen heutigen Siebdruck-Sortiments. Dafür zählt eine andere Zahl: die Farbanzahl. Jede zusätzliche Farbe bedeutet ein neues Sieb, eine neue Einrichtung der Presse, denselben Rakel-Zug noch einmal. Ein Blatt mit zehn Farben verlangt zehn separate Durchgänge durch dieselbe banale Bewegung aus dem Beispiel oben, nicht eine aufwendigere Version dieser einen Bewegung.

Die Künstlerin Maxine Gregson beschreibt genau diese Verantwortung für jeden einzelnen Durchgang so: Sie ziehe Zufriedenheit daraus, vollständig verantwortlich für das zu sein, was die Käufer am Ende erwerben ("I also get a lot of satisfaction out of knowing that I'm wholly responsible for what people are purchasing").

John Simpson, Intertwined, Siebdruck mit feiner zeichnerischer Linienfuehrung, Querformat.
John Simpson, Intertwined, Siebdruck. Feine Konturarbeit erhoeht den Aufwand pro Durchgang.

Im Sortiment von Studio Sonsu zeigt sich dieser Zusammenhang an mehreren Werken. Georgia Greens "Tiger in the Bear Rainforest" braucht für die vielen Herbstlaub-Töne entsprechend viele Siebe. John Simpsons "Intertwined" verlangt wegen seiner kratzig-feinen Linienführung mehr Kontrollaufwand pro Durchgang als ein flächigeres Motiv. Antonia Rebers "Echo Surfaces 8" gehört zu einer Serie, in der mehrere Motive denselben Farbaufbau teilen, was die Kosten pro Blatt innerhalb der Serie senkt, ohne die Qualität zu ändern. Ein Original entsteht so in Handarbeit, Blatt für Blatt und Farbe für Farbe; wo genau die Grenze zwischen einem solchen Original und einer maschinellen Reproduktion verläuft, zieht Original vs. Kunstdruck über alle Techniken hinweg.

Was am Ende jeder Kalkulation noch dazukommt, hat mit keiner dieser Zahlen zu tun, sondern mit einem einzigen Paragrafen im Umsatzsteuergesetz.

Warum zahlt man auf einen Siebdruck 19 statt 7 Prozent Mehrwertsteuer?

Der Gesetzestext ist an dieser Stelle sehr genau, fast schon eng. Anlage 2 Nummer 53b des Umsatzsteuergesetzes erfasst wörtlich nur "Originalstiche, -schnitte und -steindrucke", also Tiefdruck, Hochdruck und Flachdruck. Der Siebdruck ist technisch ein Durchdruckverfahren und taucht in dieser Aufzählung nicht auf. Deshalb gilt für ihn der volle Steuersatz von 19 Prozent, während Radierung, Linolschnitt, Lithografie und Holzschnitt mit 7 Prozent besteuert werden.

Aus demselben rechtlichen Grund trifft es auch den Risograph: ebenfalls Durchdruck, ebenfalls 19 Prozent, ebenfalls keine künstlerische Abwertung, nur eine Gesetzestechnikalität, die zwei jüngere Drucktechniken gleichbehandelt. Für gewerbliche Käufer hat dieser höhere Satz eine direkte Konsequenz auf der Rechnung; wie sich das konkret auf die Abschreibung auswirkt, rechnet Kunst steuerlich absetzen am Beispiel eines Rechnungsvergleichs durch.

Die Hände auf dem Gummiwischer aus dem Anfang haben sich in keinem dieser Fälle verändert: dieselbe Rakel, derselbe Zug durchs Gewebe, ob das Blatt am Ende für ein paar Cent, ein paar Hundert Euro oder für 1.514.000 Dollar den Besitzer wechselt. Die Bewegung selbst hat den Preis in keinem dieser Fälle erklärt, weder nach oben noch nach unten. Segment, Zeit und Autorisierung entscheiden, nicht das Handwerk.

Was aus einem heute entstandenen Blatt in sechzig Jahren wird, welchem der beiden Segmente es dann einmal zugeordnet werden wird, kann niemand vorhersagen. Das ist keine Investitionsfrage und keine Wertsteigerungsprognose, dafür fehlt jede belastbare Grundlage. Die Rakel-Bewegung, mit der ein Blatt entsteht, steht dagegen bereits jetzt fest.

Was kostet ein Siebdruck bei Studio Sonsu?

Siebdrucke liegen bei Studio Sonsu aktuell etwa zwischen 145 und 750 Euro, die meisten im Band von 200 bis 500 Euro (Stand Juli 2026; die aktuelle Auswahl steht in der Siebdruck-Kollektion). Nach unten und oben gibt es Ausreißer, je nach Format, Auflage und Farbanzahl: ein kleines zweifarbiges Blatt liegt näher am Einstieg, eine großformatige Arbeit mit vielen Sieben deutlich darüber. Die 19 Prozent Mehrwertsteuer sind im angezeigten Preis bereits enthalten.

Gilt die höhere Mehrwertsteuer auch beim Weiterverkauf, oder nur beim Erstverkauf?

Der volle Steuersatz von 19 Prozent betrifft den umsatzsteuerpflichtigen Verkauf durch eine Galerie oder einen gewerblichen Kunsthandel, unabhängig davon, ob es sich um den Erstverkauf eines neuen Blatts oder einen späteren Weiterverkauf handelt. Ob eine Transaktion überhaupt umsatzsteuerpflichtig ist, hängt davon ab, ob der Verkäufer gewerblich handelt; eine einmalige Veräußerung durch eine Privatperson löst keine Umsatzsteuer aus.

Warum unterscheiden sich Siebdruck-Preise so stark zwischen 75 Euro und mehreren hunderttausend Dollar?

Weil beide Zahlen aus komplett unterschiedlichen Märkten stammen. Der historische Editionsmarkt der Pop-Art-Ära bewertet Seltenheit, Auktionsgeschichte und einen Künstlernamen, der seit Jahrzehnten feststeht. Der zeitgenössische Galeriemarkt bewertet dagegen ein neu entstandenes Blatt zum ersten Verkauf, ohne jede Auktionsvergangenheit.

Wie erkenne ich, ob ein Siebdruck ein Original oder ein autorisierter Nachdruck ist?

Ein Original wird von der Künstlerin oder dem Künstler selbst gedruckt oder unter direkter Aufsicht produziert, nummeriert und von Hand signiert. Ein Nachdruck wie die Sunday-B.-Morning-Serie, deren ursprüngliche Autorisierung Warhol widerrief, trägt dagegen einen Verlagsstempel statt einer eigenhändigen Signatur und ist im Werkverzeichnis als Arbeit "nach" dem Künstler gelistet, nicht als eigenhändiges Original. Genauer zieht Signiert vs. unsigniert diese Grenze. Bei Studio Sonsu ist jedes Blatt ein von der Künstlerin oder dem Künstler selbst gedrucktes und signiertes Original.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Rago Auctions, Auktionsergebnisse Post-War & Contemporary Art sowie Prints und Multiples (2024–2025, Andy Warhol, Marilyn Monroe)
  • Library of Congress, Works Progress Administration Poster Collection (Federal Art Project, 1936–1943)
  • Saint Louis Art Museum, The Federal Art Project and Innovations in Printmaking
  • Feldman und Schellmann, Andy Warhol Prints, A Catalogue Raisonné (Ronald Feldman Fine Arts)
  • Umsatzsteuergesetz, Anlage 2 Nr. 53b (steuerrechtliche Einordnung von Originalgrafik)

Studio Sonsu ist eine Galerie für zeitgenössische Druckgrafik in Hannover. Jedes Werk kommt direkt von den Künstlern, ausgewählt statt eingekauft. Alle Werke ansehen | Fragen? hello@studiosonsu.de