Was ist eine Radierung?

Eine Kupferplatte, eine Nadel, ein Ätzbad und eine Presse mit hohem Druck: so entsteht eine Radierung. Der Künstler ritzt sein Motiv in eine beschichtete Metallplatte, die freigelegten Stellen werden geätzt, mit Farbe gefüllt und unter enormem Druck auf feuchtes Papier übertragen. Das Ergebnis hängt danach an der Wand, auf schwerem Papier, mit Linien, die man mit der Fingerkuppe spüren kann. Der Begriff kommt vom lateinischen radere: kratzen, schaben.

Wie entsteht eine Radierung?

Der Prozess hat sich seit fünf Jahrhunderten kaum verändert. Fünf Schritte, jeder davon von Hand.

Jemma Gunning zieht einen frischen Radierungsdruck von der Kupferplatte, Foto: Alex Sedgmond
Jemma Gunning beim Abziehen einer frischen Radierung von der Kupferplatte. Foto: Alex Sedgmond.

1. Die Platte vorbereiten

Der Künstler beginnt mit einer polierten Metallplatte, meistens Kupfer oder Zink. Kupfer liefert die feinsten Linien, Zink ist weicher und ergibt gröbere Strukturen. Warum die Materialwahl den Bildcharakter bestimmt, erklärt Druckstöcke. Die Platte wird mit einem säurefesten Ätzgrund überzogen: eine dünne Schicht aus Wachs, Harz oder Asphaltlack. Manche Radierer schwärzen den Grund zusätzlich mit Ruß, damit die geritzten Linien beim Zeichnen besser sichtbar werden.

Kupferplatte wird über einer Flamme mit Ätzgrund vorbereitet, traditionelle Radiertechnik, Foto: Alex Sedgmond
Vorbereitung der Kupferplatte: Ätzgrund wird über einer Flamme aufgetragen. Foto: Alex Sedgmond.

2. Zeichnen

Mit einer Radiernadel zeichnet der Künstler sein Motiv in den Ätzgrund. Die Nadel ritzt durch die Schutzschicht und legt das blanke Metall frei. Der Widerstand ist gering: anders als beim Kupferstich oder beim Stahlstich, wo direkt ins Metall geschnitten wird, gleitet die Nadel fast wie ein Bleistift über die Platte. Was Radiernadel, Grabstichel und Wiegeisen physikalisch unterscheidet, erklärt der Überblick Werkzeuge der Druckgrafik.

Die Technik eignet sich besonders für detailreiche Motive: Naturstudien, Stadtansichten, figurative Arbeiten. Je feiner die Linie, desto näher muss man herantreten, und desto mehr belohnt das Blatt den zweiten Blick.

3. Ätzen

Die Platte kommt in ein Ätzbad, heute oft Eisen(III)-chlorid statt Säure. Das Ätzmittel greift nur dort an, wo die Nadel den Ätzgrund durchbrochen hat. Je länger die Platte im Bad liegt, desto tiefer werden die Linien und desto mehr Farbe nehmen sie später auf.

Hier zählt Erfahrung. Feine, helle Linien werden früh herausgenommen und mit Lack abgedeckt. Kräftige, dunkle Linien bleiben länger drin. Dieses schrittweise Ätzen (Stufenätzung) erzeugt eine Tonalität von hauchzarten Grautönen bis zu samtigem Schwarz.

4. Einfärben und Wischen

Die fertig geätzte Platte wird mit zähflüssiger, ölbasierter Druckfarbe eingewalzt und die Farbe in die Vertiefungen gedrückt. Dann wischt der Drucker die Oberfläche mit Tarlatanstoff sauber, sodass Farbe nur in den Linien bleibt. Ein leichter Farbfilm auf der Oberfläche (der Plattenton) kann gewünscht sein und gibt dem Druck Wärme. Jeder Abzug wird einzeln von Hand gewischt, deshalb unterscheiden sich die Drucke innerhalb einer Auflage minimal.

5. Drucken

Feuchtes Büttenpapier wird auf die eingefärbte Platte gelegt und beides durch eine Tiefdruckpresse gefahren. Der Druck ist hoch. Er presst das weiche Kupferdruckpapier in die Vertiefungen und zieht die Farbe heraus. Die Linien liegen danach leicht erhaben auf dem Papier.

Jede Radierung trägt noch ein weiteres Erkennungszeichen: den Plattenrand. Der Druck der Presse hinterlässt eine scharfe Kante im Papier, dort, wo die Metallplatte endet. Dieser Abdruck entsteht, weil eine Metallplatte unter hohem Druck ins Papier gepresst wurde.

Welche Varianten der Radierung gibt es?

Nicht jede entsteht auf die gleiche Weise. Vier Techniken haben sich über die Jahrhunderte etabliert, jede mit eigenem Charakter.

Strichätzung (klassische Radierung)

Das oben beschriebene Verfahren. Klare, definierte Linien. Rembrandt und Goya haben damit gearbeitet, Dürer experimentierte kurz mit der Technik. Auch Paula Modersohn-Becker schuf im Sommer 1899 unter Anleitung von Heinrich Vogeler in Worpswede Radierungen; ihr Radierwerk umfasst dreizehn Blätter. Giorgio Morandi modellierte seine Stillleben Jahrzehnte später allein mit Schraffur, ohne Aquatinta. Eine geätzte Platte verträgt bis zu einigen hundert gute Abzüge.

Stephen Lawlor, den wir bei Studio Sonsu vertreten, gehört dem Graphic Studio Dublin seit 1984 an und druckt dort. Bronwen Sleigh, die das Handwerk als Etching Technician bei Edinburgh Printmakers vertiefte, nutzt die Strichätzung für architektonische Präzision: ihre Kampala-Blätter zeigen die perforierten Betonblöcke der modernistischen Architektur aus der Unabhängigkeitszeit. International arbeitet William Kentridge die Radierung in seine politisch-literarische Bildsprache ein und verbindet Ätzung mit Kohle und Film. Jemma Gunning kombiniert Hartgrund-Ätzung mit Sugar-Lift-Aquatinta für industrielle Verfallslandschaften. Rachel Duckhouse, Radiererin aus Glasgow und eine unserer Künstlerinnen, beschreibt ihre Linien so: Eine Linie kann für sich genommen uninteressant bleiben; steckt ein kleiner Moment unerwarteter Unregelmäßigkeit darin, wird sie lebendig.

Kaltnadelradierung

Hier ritzt der Künstler direkt ins blanke Metall, ohne Ätzgrund und ohne Säure. Das erzeugt einen feinen Grat an den Rändern der Linie, der beim Druck eine charakteristisch samtige, leicht unscharfe Qualität ergibt. Bei einer Kaltnadelradierung sieht man die Hand des Künstlers sehr direkt. Der Nachteil: der Grat nutzt sich schnell ab. Ohne Verstahlung der Platte sind auf Kupfer etwa 20 bis 30, auf Zink etwa 10 gute Abzüge möglich, was die Auflagen klein hält und die frühen Probedrucke (A.P. / E.A.) besonders begehrt macht. Was die Kürzel A.P., E.A. und H.C. auf dem Markt bedeuten, erklärt der Vergleich von signierten und unsignierten Drucken.

Michelle Hinshelwood ritzt ihre Kaltnadelplatten in Bristol zu Hause, weil die Kaltnadel ohne Säure auskommt; an die Presse geht sie erst zum Drucken.

Aquatinta

Eine Aquatinta-Radierung arbeitet nicht mit Linien, sondern mit Flächen und Tonwerten. Feinster Harzstaub wird auf die Platte gestreut und erhitzt, sodass er schmilzt und festhaftet. Das Ätzmittel ätzt zwischen den Harzkörnern und erzeugt eine raue Oberfläche, die Farbe aufnimmt. Je länger die Ätzung, desto dunkler die Fläche.

Aquatinta wird fast immer mit Strichätzung kombiniert. Den direkten Vergleich beider Verfahren zeigt Aquatinta vs. Radierung. Goyas Desastres de la Guerra nutzen die Technik meisterhaft. Eine besondere Variante ist das Zuckeraussprengverfahren (Sugar Lift), bei dem der Künstler direkt mit einer Zuckerlösung auf die Platte malt und der Pinselgestus im fertigen Druck sichtbar bleibt. Dasselbe Aquatintakorn bildet später die technische Grundlage der Photogravüre, die fotografische Vorlagen statt Nadelzeichnungen auf die Kupferplatte überträgt.

Vernis mou (Weichgrundätzung)

Statt eines harten Ätzgrunds wird eine weiche, klebrige Schicht aufgetragen. Der Künstler legt ein Blatt Papier darüber und zeichnet darauf mit Bleistift. Wo der Stift aufdrückt, hebt das Papier den weichen Grund ab und legt das Metall frei. Die Linien wirken weich und körnig, mit der Textur des verwendeten Papiers.

Mezzotinto (Schabkunst)

Ein Sonderfall: Das Wiegeisen rauht die gesamte Platte auf, bis sie tiefschwarz druckt. Helle Stellen werden herausgeschabt, ohne Säure. Mezzotinto arbeitet vom Dunkel ins Licht, eine Umkehr aller anderen Tiefdruckverfahren. Warum ein Künstler Mezzotinto wählt statt Aquatinta, die ebenfalls tonale Flächen erzeugt, erklärt der direkte Vergleich Mezzotinto vs. Aquatinta.

Eine historisch bedeutende, heute selten geübte Variante ist die Crayon-Manier: Roulette und Mattoir ersetzen dort die Radiernadel und erzeugen den Eindruck von Kreidelinien. Ohne Säure arbeitet auch der Carborundum-Druck, der statt Nadellinien samtartige Farbflächen aus Siliziumkarbidpulver erzeugt.

Wie unterscheidet sich eine Radierung von anderen Drucktechniken?

Vier Verfahren, vier verschiedene Ergebnisse. Wo die Unterschiede liegen, zeigt die folgende Tabelle. Einen vollständigen Überblick gibt die Druckgrafik-Seite. Den direkten Vergleich mit dem historischen Vorläufer des Tiefdrucks gibt es unter Radierung vs. Kupferstich.

Radierung Linolschnitt Lithografie Siebdruck
Verfahren Tiefdruck (Farbe in Vertiefungen) Hochdruck (Farbe auf erhabenen Flächen) Flachdruck (chemisches Prinzip) Durchdruck (Farbe durch Sieb)
Material Kupfer- oder Zinkplatte Linoleum Kalkstein oder Aluplatte Siebgewebe
Charakter Feine Linien, hohe Detailtiefe Kräftige Kontraste, grafisch Weiche Tonwerte, malerisch Flächig, leuchtende Farben
Typische Auflage Bis zu einigen hundert (Kaltnadel: 10 bis 30) Klein bis mittel Klein bis mittel Klein bis mittel
Erkennungsmerkmal Plattenrand, tastbare Linien Scharfe Kanten, Schnittspuren Kein Plattenrand, sehr glatt Satte Farbflächen, Siebstruktur

Wer den Unterschied zwischen Original und Reproduktion verstehen will: Was ist ein Original, was ein Kunstdruck?

Der entscheidende Unterschied zum Kunstdruck: Bei einer Originalradierung hat der Künstler die Platte selbst bearbeitet und jeden Abzug einzeln gedruckt, signiert und nummeriert. Die Auflage wird nicht nachgedruckt. Wer sehen will, was obsessives Radieren über 34 Jahre bedeutet, findet das eindrücklichste Beispiel bei Horst Janssen: 896 Radierungen in 47 thematischen Zyklen. Max Beckmann nutzte die Kaltnadel in den 1910er- und 1920er-Jahren für dichte, überfüllte Szenen, in denen der samtige Grat zur Bildaussage gehört. Einen ungewöhnlichen Sonderfall liefert Damien Hirst, der 2002 Kupferplatten auf einer rotierenden Maschine bearbeitete und damit die Frage stellte, wo die Grenze zwischen Radierung und Maschinendruck verläuft.

Was sollte man beim Kauf einer Radierung beachten?

Drei Dinge zählen, bevor man sich entscheidet: Zustand, Echtheit und der eigene Geschmack.

Zustand prüfen. Die Linien sollten klar und definiert sein, nicht verwaschen oder ausgefranst. Ein sauberer Plattenrand, keine Stockflecken und keine Vergilbung sind gute Zeichen. Bei gerahmten Werken: säurefreies Passepartout ist Pflicht, UV-Schutzverglasung empfehlenswert. Warum Baumwollpapier diese Haltbarkeit erst möglich macht, liegt an der Faser.

Echtheit erkennen. Originalradierungen sind vom Künstler handsigniert und nummeriert. 3/25 bedeutet: dritter Abzug einer Auflage von 25 Stück. Die Signatur steht rechts unter dem Druck, die Editionsnummer links. Beides in Bleistift, nicht gedruckt. Bei seriösen Galerien gehört ein Echtheitszertifikat dazu.

Formate und Preise. Zeitgenössische Radierungen kosten je nach Künstler, Format und Auflagenhöhe ab 75 €. Kleinere Formate (A5, ca. 15 x 21 cm) beginnen im unteren Preisbereich. Große Blätter (A2, ca. 42 x 59 cm) kosten deutlich mehr.

Bei einer Kaltnadelradierung ist die Auflage naturbedingt kleiner als bei einer Strichätzung, was sich im Preis widerspiegeln kann.

Woher kommt die Radierung?

Waffenschmiede ätzen Dekor in Rüstungen, kurz bevor jemand das Verfahren auf Papier überträgt. Daniel Hopfer aus Augsburg gilt als einer der Ersten, der das Verfahren auf Papier überträgt.

In seinen Florentiner Jahren zwischen 1612 und 1621 schliff sich Jacques Callot die Echoppe, eine schräg angeschliffene Nadel mit ovalem Querschnitt, und ersetzte den bis dahin üblichen Wachsgrund durch einen härteren Lautenbauerlack. Die Technik entfaltet sich erst richtig, als Rembrandt sie in der Hand hat. Seine rund 300 Radierungen zeigen, was das Verfahren kann. Sein Hundertguldenblatt (um 1647 bis 1649) war schon zu seinen Lebzeiten berühmt, benannt nach dem hohen Preis, den es erzielte.

Ein Jahrhundert später trieb Piranesi das tiefe, wiederholte Ätzen besonders weit: Seine Carceri d'Invenzione (entstanden ab etwa 1745, erste Ausgabe 1750) erzielen ein samtig-dramatisches Dunkel ohne Aquatinta, allein durch extreme Ätztiefe; das Istituto Centrale per la Grafica in Rom verwahrt heute 964 eigenhändige Kupfermatrizen Piranesis. Im frühen 19. Jahrhundert bringt Francisco Goya die Radierung ins Politische. Seine Serie Los Desastres de la Guerra (entstanden ab ca. 1810) nutzt Strichätzung und Aquatinta, um die Schrecken des Krieges festzuhalten. Im 19. und 20. Jahrhundert wird die Radierung zum Medium der Moderne: Picasso, Chagall, Matisse, Hockney und Lucian Freud arbeiten alle mit der Technik.

Louise Bourgeois stach 1946 und 1947 im New Yorker Atelier 17 neun Kupferstichplatten für ein Künstlerbuch. Zur Druckgrafik kehrte sie erst Ende der 1980er zurück; ihre Sainte Sébastienne von 1992 ist eine Kaltnadelradierung. Seit 2018 steht die künstlerische Druckgrafik auf der deutschen Liste des immateriellen Kulturerbes. Am Grundprinzip hat sich nichts geändert. Kupferplatte, Ätzbad, Presse.

Häufige Fragen zur Radierung

Was unterscheidet eine Radierung von einem Kunstdruck? Eine Radierung ist ein Original: Der Künstler hat die Druckplatte selbst bearbeitet, jeder Abzug wird einzeln von Hand gedruckt, signiert und nummeriert. Ein Kunstdruck ist eine mechanische Reproduktion in unbegrenzter Stückzahl. Mehr dazu: Original vs. Kunstdruck

Ist jede Radierung ein Unikat? Jein. Eine Radierung erscheint in einer limitierten Auflage, jeder Abzug wird vom selben Druckstock gedruckt. Aber weil jeder Abzug einzeln eingefärbt und von Hand gewischt wird, unterscheiden sich die Drucke minimal. Kein Blatt ist exakt identisch. Nach dem Druck der Auflage wird nicht nachgedruckt. Eine Drucktechnik, die bewusst auf Auflagen verzichtet und nur einen einzigen Abdruck erzeugt, ist die Monotypie.

Was bedeutet die Nummer unter einer Radierung? Die Editionsnummer, z.B. 7/25, bedeutet: siebter Abzug einer Auflage von insgesamt 25. Die Nummer sagt nichts über die Qualität aus. Alle Blätter einer Auflage haben den gleichen Wert.

Was ist eine Radierung in einem Satz? Ein Tiefdruckverfahren, bei dem ein Motiv in eine Metallplatte geritzt, geätzt und unter hohem Druck auf Papier übertragen wird. Jeder Abzug ist ein handsigniertes Original.

Wie teuer sind Radierungen? Zeitgenössische Originalradierungen kosten ab 75 €. Bei Studio Sonsu liegen die meisten Radierungen zwischen 250 und 700 €. Der Preis hängt von Künstler, Format (A5 bis A2) und Auflagenhöhe ab. Eine ausführliche Einordnung nach Marktsegmenten, vom Auktionsrekord bis zur Galerie-Edition, gibt Was kostet eine Radierung.

Wie pflege ich eine Radierung? Nicht in direktes Sonnenlicht hängen. UV-Licht bleicht Druckfarbe und Papier über Zeit aus. Bei Rahmung: säurefreies Passepartout und UV-Schutzverglasung verwenden. Bei sachgemäßer Aufbewahrung halten Radierungen Jahrhunderte. Rembrandts Drucke sind rund 380 Jahre alt und sehen aus wie gestern gedruckt.

Quellen und weiterführende Literatur

Radierungen bei Studio Sonsu

Wir zeigen und verkaufen originale Radierungen, Linolschnitte, Lithografien und Siebdrucke von zeitgenössischen Künstlern aus Europa, darunter Richenda Court, die zwischen Linolschnitt und Radierung wechselt. Jedes Werk kommt handsigniert und mit Echtheitszertifikat; die limitierten Editionen sind zusätzlich nummeriert. Fragen? hello@studiosonsu.de

Zuletzt aktualisiert am 14.09.2026.

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Alle Radierungen bei Studio Sonsu sind Originaldrucke: vom Künstler selbst gedruckt, in Bleistift signiert und mit Echtheitszertifikat versehen; die limitierten Editionen sind zusätzlich nummeriert. Versicherter Versand mit DHL. 14 Tage Widerrufsrecht.