Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, auch kurz Kunstmuseum Picasso Münster genannt, eröffnete 2000, zunächst als Graphikmuseum, und gilt als Deutschlands einziges Picasso-Museum. Seine rund 800 Werke, Schwerpunkt Lithografien, gehen auf die private Sammlung des Ehepaars Gert und Jutta Huizinga zurück, die 1997 zum Grundstock der neu gegründeten Sparkassenstiftung Pablo Picasso wurde.

1981 hängt im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster die Ausstellung "Picasso – Druckgraphik", anlässlich seines 100. Geburtstags. Im Katalog steht neben den gezeigten Blättern nur ein einziger, knapper Satz: Die Werke stammten aus westfälischem Privatbesitz. Kein Name. Niemand unter den Besuchern ahnt, dass die Blätter einem Werbegrafiker aus dem gut 15 Kilometer entfernten Lengerich gehören, der seit den frühen 1950er Jahren sammelt: Gert Huizinga.

Heute steht an dieser Stelle ein Museum mit Stiftungsurkunde, Kuratorium und fester Adresse: das Haus, das als einziges Picasso-Museum Deutschlands gilt, in einer Stadt, zu der Picasso selbst keine dokumentierte biografische Verbindung hatte. Die rund 800 Werke der Sammlung sind aber nicht identisch mit Pablo Picassos druckgrafischem Werk insgesamt, das weltweit über 2.000 Blätter umfasst. Sie sind eine Auswahl, geprägt von den persönlichen Kontakten eines einzelnen westfälischen Sammlers, mit deutlichem Schwerpunkt auf Lithografien, und damit ein eigenes Kapitel innerhalb der Druckgrafik des zwanzigsten Jahrhunderts, kein bloßer Ausschnitt aus Picassos Gesamtwerk.

Wer war der Werbegrafiker aus Lengerich, bevor er zum Sammler wurde?

Bevor er zum bekanntesten Picasso-Sammler Westfalens wird, arbeitet Gert Huizinga als Werbegrafiker. Geboren wird er am 7. August 1927 in Lengerich, gestorben ist er am 9. Dezember 2018. Ab 1947 studiert er Grafik in Hamburg bei Prof. Tietze und trifft dort Paul Wunderlich, der später selbst als Maler und Grafiker bekannt wird.

Als Sammler beginnt Huizinga nicht bei Picasso, sondern bei den deutschen Expressionisten. Die ersten Blätter, die er kauft, sind Grafiken von Gerhard Marcks und Horst Janssen. Wie aus diesem Sammlungsschwerpunkt eine lebenslange Spezialisierung auf einen einzigen spanischen Künstler wird, beginnt mit einem einzelnen Kauf in Münster, kurz nachdem Huizinga sein Studium beendet hat.

Was kaufte Huizinga in der Galerie Clasing in Münster?

In der Galerie Clasing in Münster kauft Huizinga Anfang der 1950er Jahre seinen ersten Picasso: einen Linolschnitt.

Ein einzelnes Blatt macht noch keine Sammlung. Was aus diesem Kauf eine über fünfzig Jahre andauernde Sammeltätigkeit werden lässt, kommt nicht über den Kunsthandel, sondern über einen familiären Kontakt, den Huizingas Schwiegervater herstellt.

Wie kam ein Jachthafen in Nizza zu einer Picasso-Sammlung?

Der Ort ist ein Jachthafen in Nizza, die Zeit die frühen 1960er Jahre. Huizingas Schwiegervater Friedrich-Wilhelm Sellschopp verkehrt dort regelmäßig und kommt ins Gespräch mit einer Frau, die einmal Picassos Lebensgefährtin war: Marie-Thérèse Walter.

Über diesen Kontakt bietet Walter Huizinga vier Mappen an, mit Blättern, die zum Teil noch nicht veröffentlicht waren, darunter Fragmente der Stierserie. Bemerkenswert an diesem Erwerb ist ein einzelner Tausch: Huizinga gibt zwei eigene Aquarelle für einen Picasso. Die Blätter aus dieser Quelle tragen fortan die Signatur "Collection Marie-Thérèse Walter".

Dieser Kontakt lenkt Huizingas Sammlung in eine neue Richtung: weg vom breiten Frühwerk, hin zu Picassos lithografischem Werk, das über Jahrzehnte zum eigentlichen Schwerpunkt der Sammlung wird.

Ein zweiter Pariser Kontakt erweitert die Sammlung später noch einmal, um eine besondere Art von Blättern, direkt aus der Werkstatt, in der sie entstanden.

Was holte Huizinga 1976 aus Mourlots Pariser Atelier?

1976 betritt Huizinga das Pariser Atelier von Fernand Mourlot, Pablo Picassos langjährigem Meisterdrucker für Lithografien. Es ist dieselbe Werkstatt, in der Picasso selbst im Herbst 1945 zu arbeiten begann. Aus dem Kontakt zu Mourlot gewinnt Huizinga seltene Zustandsdrucke, Blätter, die dokumentieren, wie ein Motiv Schritt für Schritt entsteht, und die im offenen Handel kaum zu finden sind.

Zu diesem Zeitpunkt ist aus dem Einzelkauf in der Galerie Clasing längst eine Sammlung von beachtlichem Umfang geworden. Wie groß sie wirklich ist, erfährt die Öffentlichkeit fünf Jahre später zum ersten Mal, 1981, in einer Ausstellung.

Wessen Sammlung hing 1981 im Westfälischen Landesmuseum, und warum blieb sie in Westfalen?

Es ist dieselbe Ausstellung, mit der dieser Text begonnen hat: "Picasso – Druckgraphik" im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, 1981, zum 100. Geburtstag des Künstlers, der Katalog ohne einen einzigen Namen.

Zwölf Jahre später ist die Sammlung auf über 700 Blätter angewachsen und wird 1993 in der Staatsgalerie Stuttgart gezeigt, diesmal mit überregionalem Interesse. Huizinga entscheidet sich in dieser Phase bewusst gegen den naheliegenden Schritt: verkaufen, an einzelne Sammler oder Museen verstreuen, den Wert realisieren.

Er selbst beschreibt später, wie sich diese Entwicklung angefühlt hat:

"Erst hatte ich eine kleine Sammlung. Dann hatte die Sammlung mich." — Gert Huizinga

Der Galerist Heinz Hachmeister erinnert sich an einen Sammler, der schon Anfang der 1980er gezielt suchte: "Huizinga ist mir schon Anfang der 80er Jahre als Sammler aufgefallen. Bewusst war er auf der Suche nach bestimmten Blättern. Dabei zeigte er ein enormes Wissen über das lithographische Werk von Picasso."

Eine Sammlung, die nicht verkauft wird, aber längst zu groß für eine Privatwohnung ist, braucht trotzdem irgendeine Form. Vier Jahre nach Stuttgart bekommt sie eine, auf dem Papier.

Wie wurde aus der Privatsammlung eine Stiftung?

Im Mai 1997 gründen die westfälisch-lippischen Sparkassen, die Westdeutsche Landesbank Girozentrale und das Sammlerehepaar Gert und Jutta Huizinga gemeinsam die Sparkassenstiftung Pablo Picasso. Die Genehmigung folgt am 2. Juni 1997. Zu den Stiftern zählt neben den Sparkassen, der WestLB und dem Ehepaar Huizinga auch die Westfälische Provinzial.

Als Grundstock bringt die Stiftung 722 Positionen ein.

Der anonyme Leihgeber von 1981 steht damit erstmals namentlich in einer Urkunde. Was auf dem Papier eine Stiftung ist, braucht als nächstes ein Gebäude, und zwar gleich zwei sehr unterschiedliche, die für diesen Zweck zusammengeführt werden.

Was verbindet den Druffel'schen Hof mit dem Hensenbau?

Zwei Gebäude bilden das heutige Museum. Der Druffel'sche Hof entsteht 1784 bis 1788 nach Plänen von Clemens August Maria von Vagedes und ist der heute wohl bedeutendste klassizistische Bau in Münster.

Klassizistische Fassade des Druffel'schen Hofs in Münster, Sitz des Kunstmuseums Pablo Picasso, mit Dreiecksgiebel und Freitreppe
Der Druffel'sche Hof, erbaut 1784 bis 1788, heute Teil des Kunstmuseums Pablo Picasso Münster. Foto: RoxFuchs, CC BY-SA 4.0.

Direkt daneben steht der Hensenbau, errichtet 1910/1911 von Alfred Hensen im neobarocken Stil, ursprünglich als Geschäfts- und Verwaltungsbau der Kreissparkasse. Beide Häuser werden im Zweiten Weltkrieg bis auf ihre Fassaden zerstört und danach neoklassizistisch wieder aufgebaut.

Zwei denkmalgeschützte Häuser mit völlig unterschiedlicher Bausprache, eine klassizistische Fassade neben einer neobarocken, zu einem einzigen Museum zu verbinden, ist keine triviale Bauaufgabe. Verantwortlich dafür sind die Münchner Architekten Hilmer + Sattler + Albrecht, bekannt durch die Berliner Gemäldegalerie und das Museum Berggruen. Für die Stiftung beginnen die Arbeiten im Februar 1999, die Grundsteinlegung folgt am 10. Mai 1999. Rund 15 Millionen D-Mark fließen in den Umbau der beiden historischen Gebäude, am Ende stehen rund 600 Quadratmeter Ausstellungsfläche über zwei Etagen zur Verfügung.

Die Bauarbeiten sind damit abgeschlossen, offen bleibt nur noch, wann dieses Haus seine Türen öffnet und unter welchem Namen.

Warum wurde aus dem Graphikmuseum ein Kunstmuseum?

Am 7. September 2000 öffnet das Haus als "Graphikmuseum Pablo Picasso Münster", das erste Picasso-Museum Deutschlands.

Eingang des Kunstmuseums Pablo Picasso Münster am Picassoplatz 1 mit Namensschild und geöffneter Tür
Der Eingang am Picassoplatz 1 mit dem heutigen Namensschild. Foto: Catatine, CC0.

Zehn Jahre später, im September 2010, wird das Haus umbenannt: Aus dem "Graphikmuseum" wird das "Kunstmuseum Pablo Picasso Münster", auf Vorschlag von Olivier Widmaier Picasso, Enkel des Künstlers und Vorsitzendem des Kuratoriums. Die Sammlung selbst ändert sich durch die Umbenennung nicht, nur der Name auf dem Schild draußen.

Museumsdirektor ist seit der Gründung Prof. Dr. Markus Müller, der zugleich als Honorarprofessor für Kunstgeschichte an der Universität Münster lehrt.

Was aus der Sammlung selbst wird, entscheidet nach der Eröffnung nicht mehr allein die Stiftung. Ein zweiter Akteur trägt die Erweiterung über die kommenden Jahre mit.

Wie wuchs die Sammlung, nachdem Huizinga sie nicht mehr allein trug?

Der zweite Akteur ist die Sparkasse Münsterland Ost. Sie stattet das Museum in den Jahren nach der Eröffnung mit vier weiteren Sammlungen aus, jede eine eigene Dauerleihgabe, jede mit eigener Herkunftsgeschichte. Den Anfang macht im Frühjahr 2004 Georges Braque: 208 Grafiken als Dauerleihgabe, ein Querschnitt durch sein grafisches Schaffen von 1926 bis zu seinem Todesjahr 1963. Vier Jahre später, 2008, folgen 137 Grafiken von Marc Chagall. 2012 kommen Picassos eigene Linolschnitte dazu, dieselbe Technik, mit der Huizinga selbst rund sechzig Jahre zuvor in der Galerie Clasing seine Sammlung begonnen hatte.

Überdachter Arkadenhof mit dem Schriftzug Kunstmuseum Pablo Picasso Münster an der Backsteinfassade
Der Arkadenhof mit dem Schriftzug des Museums an der Backsteinfassade. Foto: NordhornerII, CC BY-SA 3.0.

Die vierte und bislang letzte Erweiterung, 2015, trägt die ungewöhnlichste Herkunftsgeschichte: 121 Werke von Henri Matisse, die über sechzig Jahre lang in einem Pariser Banksafe der Matisse-Erbengemeinschaft lagen und nie öffentlich zu sehen waren. Museumsdirektor Markus Müller kommentiert die Übernahme 2015 so: "Es handelt sich hier um die größte Matisse-Sammlung Deutschlands." Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Münsterland Ost, Markus Schabel, begründet die Schenkung mit dem Kulturstandort: "Mit dieser Dauerleihgabe möchten wir die Region als Kulturstandort nachhaltig fördern."

Der jüngste Zuwachs kommt allerdings nicht mehr von der Sparkasse, sondern direkt aus der Familie eines Künstlers.

Was brachte das 25. Jubiläum 2025?

2025 feiert das Museum sein 25-jähriges Bestehen. In diesen 25 Jahren kamen über 1,8 Millionen Besucher zu mehr als 150 Ausstellungen.

Der Picassoplatz in Münster mit Sitzbereichen und umliegenden Gebäuden
Der Picassoplatz in Münster, die heutige Adresse des Museums. Foto: DerStruffel, CC BY 4.0.

Zum Jubiläum schenkt Meret Meyer, Enkeltochter Marc Chagalls und Vizepräsidentin des Comité Chagall Paris, dem Museum 118 Lithografien und zehn Malerbücher ihres Großvaters. Ihre eigene Begründung: "Mit der Schenkung möchte ich die bestehende Chagall-Sammlung des Picasso-Museums ergänzen und Möglichkeiten für weitere Ausstellungen und neue Blickwinkel auf Chagall schaffen." Es ist erst die zweite große Schenkung dieser Art aus ihrer Sammlung, die erste ging 2022 an das Centre Georges Pompidou.

Parallel dazu kommen 133 Porträtfotografien von Picasso, Matisse, Braque, Miró und Chagall als Dauerleihgabe hinzu. Sie werden vom 28. Juni bis 9. November 2025 in der Ausstellung "Face to Face – Picasso und die Pariser Moderne im Spiegel der Fotografie" gezeigt, mit Aufnahmen von Fotografen der Agentur Magnum, darunter Robert Capa.

Bleibt die praktische Seite: was ein Besuch heute kostet und wann das Haus geöffnet hat.

Was kostet der Besuch, und wann ist geöffnet?

Ein heutiger Besuch beginnt am Picassoplatz 1, 48143 Münster.

Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster im Druffel'schen Hof mit Freitreppe zum Besuchereingang
Das Museumsgebäude mit der Freitreppe zum Besuchereingang. Foto: NordhornerII, CC BY-SA 3.0.

Geöffnet ist, Stand Recherche (Juli 2026), Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der reguläre Eintritt kostet, Stand Recherche (Juli 2026), 12 Euro, ermäßigt 10 Euro, Kinder unter 6 Jahren zahlen nichts, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren 5 Euro. Eine Familienkarte kostet 24 Euro, eine Jahreskarte 50 Euro.

Eine Adresse, eine Webseite, feste Öffnungszeiten: Das ist die Distanz zwischen dem anonymen Katalogeintrag von 1981 und dem Kunstmuseum Picasso Münster, das heute an dieser Adresse steht.

Häufige Fragen zum Kunstmuseum Pablo Picasso Münster

Ist das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster das einzige Picasso-Museum Deutschlands?

Der Träger des Hauses bejaht das ausdrücklich. Umgangssprachlich wird das Haus auch kurz Picasso-Museum Münster genannt. Prof. Dr. Liane Buchholz, Präsidentin des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe, hat es so beschrieben: "Das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster ist Deutschlands einziges Picasso-Museum." Auch das englischsprachige Tourismusportal des Münsterlandes führt das Haus als erstes und bislang einziges Picasso-Museum des Landes.

Warum hieß das Museum früher Graphikmuseum?

Das Haus eröffnete 2000 als "Graphikmuseum Pablo Picasso Münster". Zum zehnjährigen Jubiläum 2010 wurde es auf Vorschlag von Olivier Widmaier Picasso, Enkel des Künstlers, in "Kunstmuseum Pablo Picasso Münster" umbenannt. Die Sammlung selbst blieb dabei unverändert.

Wie kam die Sammlung Huizinga ins Museum?

Der westfälische Werbegrafiker Gert Huizinga sammelte ab den frühen 1950er Jahren über fünfzig Jahre lang Picasso-Werke, ausgehend von einem einzelnen Linolschnitt aus der Galerie Clasing in Münster. 1997 gründete er gemeinsam mit den westfälisch-lippischen Sparkassen und der WestLB die Sparkassenstiftung Pablo Picasso und brachte 722 Positionen als Grundstock ein.

Zeigt das Museum nur Werke von Pablo Picasso?

Nein. Neben der Picasso-Sammlung besitzt das Haus bedeutende Konvolute von Georges Braque, Marc Chagall und Henri Matisse, die zwischen 2004 und 2015 als Dauerleihgaben der Sparkasse Münsterland Ost hinzukamen, sowie seit 2025 eine Sammlung von 133 Porträtfotografien.

Was kostet der Eintritt, und wann ist geöffnet?

Stand Recherche (Juli 2026) kostet der reguläre Eintritt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Kinder unter 6 Jahren zahlen nichts, unter 18 Jahren 5 Euro. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Eintrittspreise und Öffnungszeiten können sich ändern, verbindlich ist die aktuelle Angabe des Museums.

Vom anonymen Katalogeintrag zum Picassoplatz

1981 stand im Katalog des Westfälischen Landesmuseums nur ein Satz: Die Werke stammten aus westfälischem Privatbesitz. Kein Name, kein Hinweis auf den Sammler dahinter. Sechzehn Jahre später steht genau dieser Name in einer Stiftungsurkunde, verzeichnet seit Mai 1997: Gert Huizinga. Den Vorsitz im Kuratorium, das diese Stiftung heute trägt, hat jemand, der selbst Picasso heißt: Olivier Widmaier Picasso, der Enkel des Künstlers.

Das Museum selbst stellt sich einen Satz Picassos als Leitgedanken voran, in einer Übersetzung, die sich wie ein Kommentar zu Huizingas eigenem Satz liest:

"Was ist im Grunde genommen ein Maler? Ein Sammler, der sich dadurch eine Sammlung schafft, indem er die Bilder malt, die ihm bei anderen gefallen." — Pablo Picasso

Huizinga sammelte, was ihm bei Picasso gefiel. Das Museum, das aus dieser Sammlung wurde, trägt Picassos Namen am Eingang, zeigt inzwischen aber auch erhebliche Bestände von Braque, Chagall und Matisse, gewachsen durch einen zweiten Geber, der mit Huizinga nichts zu tun hatte. Ob ein Haus, das so benannt ist, noch in erster Linie ein Picasso-Museum ist oder längst etwas Eigenes geworden ist, lässt sich am besten selbst beurteilen, am Picassoplatz 1 in Münster, vor den Blättern, die Pablo Picassos druckgrafisches Werk zeigen, und vor jenen, die es nicht tun.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Kunstmuseum Pablo Picasso Münster, Stiftungs- und Sammlungsdokumentation (2026, offizielle Museumsdarstellung)
  • Verena Voigt, Sammlerporträt Gert Huizinga, Kunstmarkt (2000, zeitgenössisches Porträt zur Museumseröffnung)
  • Sparkassenverband Westfalen-Lippe, Mitteilungen zum Kunstmuseum Pablo Picasso (2022 bis 2025)
  • BauNetz und baukunst-nrw, Objektdokumentation Picassomuseum Münster (2000, Architekturdokumentation)

Studio Sonsu ist eine Galerie für zeitgenössische Druckgrafik in Hannover. Jedes Werk kommt direkt von den Künstlern. Ausgewählt, nicht eingekauft.

Alle Werke ansehen | Fragen? hello@studiosonsu.de