Hokusai und die Große Welle: Was Ukiyo-e der europäischen Moderne gegeben hat

Hokusai war ein japanischer Künstler (ca. 1760–1849), der mit der Druckserie "36 Ansichten des Berges Fuji" weltberühmt wurde. Das bekannteste Blatt, "Die Große Welle vor Kanagawa" (ca. 1831), ist ein Farbholzschnitt im Stil des Ukiyo-e – einem japanischen Massendruckformat, das Monet, van Gogh und Whistler beeinflusst hat.

Katsushika Hokusai, Die große Welle vor Kanagawa, Farbholzschnitt, ca. 1831. Meterhohe Welle mit Schaumkrallen über kleinen Booten, Berg Fuji im Hintergrund.
Katsushika Hokusai, Die große Welle vor Kanagawa, ca. 1831. Farbholzschnitt, 25×37 cm. Public Domain.

Ein Blatt Papier, 25 mal 37 Zentimeter. Eine Welle, darunter drei Boote, im Hintergrund der Fuji. Hokusai hat diese Komposition entworfen. Geschnitten hat sie jemand anderes, gedruckt wieder jemand anderes. Eine eigenhändige Signatur trägt das Blatt nicht. Hokusais Name steht im Block, mitgeschnitten wie die Welle. Heute gilt es als eines der meistreproduzierten Bilder der Kunstgeschichte. Rund 1.000 Abzüge druckte die Werkstatt des Verlegers Nishimuraya Yohachi zunächst, nach Schätzungen wurden es am Ende etwa 8.000. Der Japonismus beginnt der Überlieferung nach mit Verpackungsmaterial: 1856 fand der Radierer Félix Bracquemond in der Werkstatt seines Druckers Auguste Delâtre ein Skizzenbuch Hokusais, die Manga, das als Polster einer Porzellanlieferung gedient hatte. Drei Jahrzehnte später hingen japanische Holzschnitte in Pariser Ateliers, und van Gogh zahlte 1888 drei Sous pro Blatt. Dass ein massenhaft gedrucktes Blatt Kunstgeschichte schreiben kann, ist die Gründungspointe des ganzen Mediums. Von dieser Pointe lebt auch Studio Sonsu, eine Galerie für zeitgenössische Druckgrafik in Hannover.

Hokusai war zu dem Zeitpunkt bereits ein alter Mann. Er hatte die Serie "36 Ansichten des Berges Fuji" mit etwa 70 Jahren entworfen, zwischen 1830 und 1832. Er starb 1849 mit ca. 88 Jahren. Was nach ihm kam, hätte ihn wohl überrascht. Im Nachwort zu seinen "Hundert Ansichten des Berges Fuji", deren erster Band 1834 erschien, hat er sein eigenes Werk so eingeordnet:

"From the age of six, I had a passion for copying the form of things and since the age of fifty I have published many drawings, yet of all I drew by my seventieth year there is nothing worth taking into account. At seventy-three years I partly understood the structure of animals, birds, insects and fishes, and the life of grasses and plants. And so, at eighty-six I shall progress further; at ninety I shall even further penetrate their secret meaning, and by one hundred I shall perhaps truly have reached the level of the marvellous and divine."

Katsushika Hokusai, Nachwort zu Hundert Ansichten des Berges Fuji (englische Übertragung, zitiert nach Wikipedia, Hokusai)

Sinngemäß: Vor seinem siebzigsten Jahr habe nichts gezählt, mit hundert würde er vielleicht das wirklich Wunderbare erreichen. Der Satz wird oft verkürzt zitiert. Er ist die wohl bekannteste Selbstauskunft eines Druckgrafikers über das eigene Werk.

Das Blaue in der Welle, übrigens, ist kein traditionelles japanisches Pigment. Es ist Berliner Blau – ein in Europa entwickeltes synthetisches Pigment, das ab 1829 in großen Mengen und erschwinglich nach Japan kam und der Welle ihre charakteristische Tiefe gibt. Ein europäisches Pigment im japanischsten Bild der Geschichte.

Warum ein arbeitsteiliger Massendruck die Malerei in Europa verändert hat

Für europäische Maler des 19. Jahrhunderts war an Ukiyo-e alles falsch – im besten Sinne.

Die europäische Zentralperspektive mit Fluchtpunkt und simulierter Tiefe übernahm das Ukiyo-e nur selektiv: ab den 1740er Jahren im uki-e-Genre, im 19. Jahrhundert in Landschaften Hokusais und Hiroshiges. Sonst: Fläche. Ausschnitt. Dinge, die einfach abgeschnitten werden, wenn das Bild endet. Und: kollektive Autorschaft. Vier Beteiligte teilten sich die Arbeit – han-moto (Verleger), eshi (Zeichner), hori-shi (Schneider), suri-shi (Drucker). Ein Holzschnitt wie die Große Welle war kein Werk eines Genies, sondern ein Produkt der Manufaktur, konzipiert für den Massenmarkt. Genau diese Arbeitsteilung ist der Grenzfall, an dem sich der westliche Originaldruck-Begriff produktiv reibt: Hokusai hat den Block nicht selbst geschnitten. Wo diese Linie heute gezogen wird, ist auf Original vs. Kunstdruck entwickelt.

Katsushika Hokusai, Südwind, klarer Morgen, Farbholzschnitt, ca. 1830–1832. Der rote Fuji vor blauem Himmel mit gefiederten Wolken, dunkler Waldsaum am Fuß.
Katsushika Hokusai, Südwind, klarer Morgen, ca. 1830–1832. Farbholzschnitt aus der Serie "36 Ansichten des Berges Fuji". Public Domain.

Das Sujet: banal. Wellen, Teehäuser, Gebirge, Alltagsszenen. "Südwind, klarer Morgen", der rote Fuji aus derselben Serie wie die Welle, zeigt diese Reduktion in Reinform: ein Berg, ein Himmel, Wolken. Ukiyo-e heißt wörtlich "Bilder der fließenden Welt" – gemeint war die vergängliche, städtische Populärkultur Edos, des heutigen Tokio. Nichts Heroisches, keine Mythologie, kein Repräsentationsauftrag.

Für Impressionisten und Post-Impressionisten war das eine Befreiung. Edmond de Goncourt nannte die Fuji-Serie in seiner Hokusai-Monografie "das Album, das die Landschaft der heutigen Impressionisten inspiriert" (im Original: "l'album inspirateur du paysage des impressionnistes de l'heure présente").

Die Häfen waren 1854 geöffnet worden, per Vertrag von Kanagawa mit Commodore Perry. Dreizehn Jahre später, 1867, kam das Meiste davon in Paris an. Die Weltausstellung öffnete im April auf dem Champ de Mars, und Japan zeigte zum ersten Mal Kunst in einem eigenen Pavillon. Zu sehen waren Kunstwerke aus den Domänen Satsuma und Saga. Degas und Gauguin sammelten Hokusais Blätter. Den Namen bekam die Bewegung 1872 vom Kritiker Philippe Burty: Japonisme. Da hatte die Wirkung längst eingesetzt.

Van Gogh hat Hiroshige kopiert, nicht Hokusai – und warum das wichtig ist

Vincent und Theo van Gogh trugen mehrere hundert japanische Holzschnitte zusammen. 1887 stellte Vincent sie im Pariser Café du Tambourin aus. Und er schrieb am 15. Juli 1888 an seinen Bruder Theo: "All my work is based to some extent on Japanese art."

Utagawa Hiroshige, Plötzlicher Regenschauer über der Ōhashi-Brücke bei Atake, Farbholzschnitt, 1857. Fußgänger mit Schirmen laufen bei Platzregen über eine Holzbrücke, dunkler Fluss darunter.
Utagawa Hiroshige, Plötzlicher Regenschauer über der Ōhashi-Brücke bei Atake, 1857. Farbholzschnitt. Public Domain.

Wenn man heute über van Goghs Japonismus-Begeisterung liest, taucht fast immer Hokusais Name auf. Das ist ungenau. Van Gogh kopierte 1887 drei japanische Vorlagen in Öl. Zwei davon – "Brücke im Regen" und "Pflaumenbaum in Blüte" – stammen von Utagawa Hiroshige, einem anderen Ukiyo-e-Meister; die dritte, "Die Kurtisane", geht auf Keisai Eisen zurück. Hiroshiges Vorlage von 1857, "Plötzlicher Regenschauer über der Ōhashi-Brücke bei Atake", gehört zu seiner Serie "100 berühmte Ansichten von Edo".

Das ändert nichts am Einfluss, es präzisiert ihn. Was die europäischen Maler faszinierte, war nicht ein einzelner Künstler, sondern eine Bildlogik, und mit ihr die Erlaubnis, das Perspektiv-Gebot zu ignorieren. Der Ausschnitt als Kompositionsprinzip, die gleichmäßige Farbfläche statt abgestuftem Schattenwurf: Diese Logik war im gesamten Ukiyo-e angelegt – bei Hokusai ebenso wie bei Hiroshige.

Monet ging noch weiter. Er sammelte japanische Drucke; in seinem Haus in Giverny hängen heute mehr als 200 davon. 1893 kaufte er das Grundstück für den Wassergarten – den mit der japanischen Brücke und den Seerosen, die er bis zu seinem Tod malte. Monets Seerosen (rund 250 Gemälde, entstanden von Ende der 1890er Jahre bis 1926) sind ohne diesen Garten nicht denkbar. Der Impressionismus hat ihm diesen Umweg zu verdanken.

Whistler hatte seinen eigenen Einstieg in die japanische Bildwelt. Ab den 1860er Jahren sammelte er asiatische Keramik und studierte japanische Kunst. Seine "Nocturne"-Serie – Nachtansichten der Themse, fast monochrom, die Stadtlichter als diffuse Flecken, keine Konturlinien – zeigt, was aus dieser Beschäftigung wurde; einige seiner Themse-Bilder teilen Komposition und Motiv mit Drucken Hiroshiges. Fläche statt Tiefenillusion, Stimmung statt Darstellung. Das ist keine Ähnlichkeit mit Ukiyo-e. Das ist dieselbe Bildlogik in einem anderen Kontext.

Und dann war da Mary Cassatt. Sie ist heute vor allem als Malerin bekannt, aber 1891 vollendete sie zehn Farbdrucke in Kaltnadel und Aquatinta, die zeigen, wie tief der japanische Einfluss bis in die Druckgrafik selbst wirkte. Auslöser war eine große Ausstellung japanischer Holzschnitte an der Pariser École des Beaux-Arts. Cassatt schrieb danach an Berthe Morisot: "You who want to make color prints, you couldn't dream of anything more beautiful. I dream of it myself and don't think of anything else but color on copper." Ihre zehn Blätter in Aquatinta und Kaltnadel von 1891 zeigen das Ergebnis: flache Farbflächen, klare Konturlinien, fast keine Modellierung.

Was macht Farbholzschnitte technisch besonders?

Der japanische Holzschnitt funktioniert anders als der europäische. Beim traditionellen Ukiyo-e werden mehrere Holzblöcke benötigt – einer pro Farbe. Jede Farbschicht wird separat gedruckt, in präziser Passerung über die vorherige.

Katsushika Hokusai, Die große Welle vor Kanagawa, Detail, ca. 1831. Brechender Wellenkamm mit Schaumkrallen, die Blau-Gradation zeigt die geschichteten Druckdurchgänge.
Katsushika Hokusai, Die große Welle vor Kanagawa (Detail), ca. 1831. Für die frühen Abzüge wurden mindestens sieben Druckstöcke verwendet. Public Domain.

Für Hokusais Große Welle bedeutete das: vier Holztafeln, beidseitig geschnitten, mindestens sieben Druckstöcke für die frühen Abzüge. Jeder Druckstock brachte eine Farbebene, Dunkelblau etwa für Konturen, Kartusche, Signatur und Meer. Die Tiefe der Welle entstand nicht in einem Schritt, sondern in Schichten.

Das macht die Technik zugleich präzise und anfällig. Schon minimale Abweichungen beim Einlegen des Papiers verschieben die Farbebenen. Die besten erhaltenen Abzüge einer Serie zeigen genau diese makellose Passerung, die schlechtesten driften auseinander. Bei der Großen Welle zeigt sich die Abnutzung der Blöcke zuerst im Rosa und Gelb des Himmels: Die Wolken verschwinden, die Linien um den Titelkasten brechen. Von der ersten Auflage sind 2022 weltweit 113 Exemplare bekannt.

In der Welle von Kanagawa ist das Meer Hauptakteur, nicht Hintergrund. Wie das Meer seither in der Druckgrafik auftritt, zeigt die Seite zur maritimen Kunst.

Was ist der Unterschied zwischen Ukiyo-e und Shin Hanga?

Ukiyo-e bezeichnete japanische Farbholzschnitte der Edo-Zeit (17.–19. Jahrhundert), produziert im arbeitsteiligen Manufaktur-System. [Shin Hanga](/pages/shin-hanga-sosaku-hanga) ("neuer Druck") entstand ab ca. 1915 als bewusste Wiederbelebung dieser Tradition – teils inspiriert durch das westliche Interesse an Ukiyo-e. Beide Stile verwenden Farbholzschnitt, aber Shin Hanga integriert westliche Perspektive und Lichtführung.

Das ist die stille Ironie der Geschichte: Japan hat seinen eigenen Druckgrafikstil wiederentdeckt, nachdem er in Europa populär geworden war.

Ukiyo-e war Populärkultur – günstig produziert, für breite städtische Schichten zugänglich. Mit der Meiji-Restauration ab 1868 und der Modernisierung Japans galt die Tradition zunächst als altmodisch. Fotografie und westliche Malerei drängten die Holzschnittkunst in den Hintergrund.

Hiroshi Yoshida, Segelboote, Nachmittag, Farbholzschnitt, 1926. Dschunken mit hellen und dunklen Segeln auf ruhigem Wasser im Nachmittagslicht.
Hiroshi Yoshida, Segelboote, Nachmittag, 1926. Farbholzschnitt aus der Serie "Seto-Binnenmeer". Public Domain.

Ab etwa 1915 entstand Shin Hanga als Gegenbewegung. Der Verleger Watanabe Shōzaburō kombinierte das handwerkliche Ukiyo-e-Produktionssystem mit Motiven, die auf westliche Käufer zugeschnitten waren: stilisierte Landschaften, zartes Licht, atmosphärische Stimmungen. Die bekanntesten Vertreter dieser Bewegung, darunter Hiroshi Yoshida, schufen Drucke, die europäische Perspektive mit japanischer Kompositionstradition verbanden. Shin Hanga-Drucke fanden ihren Hauptmarkt im Westen, nicht in Japan.

Was Yoshida von Ukiyo-e unterschied, war nicht das Handwerk, sondern die Haltung zum Licht. Ukiyo-e arbeitet mit Farbflächen, die gleichmäßig aufgetragen sind – kein Schattenwurf, keine Lichtquelle. Yoshidas Landschaftsdrucke dagegen zeigen atmosphärische Stimmungen: Morgendunst über einem Gebirge, das Abendlicht, das auf Wasser fällt. Seine "Segelboote" von 1926 zeigen dasselbe Motiv in sechs Fassungen – Morgen, Vormittag, Nachmittag, Abend, Nebel und Nacht – nur die Farbstimmung wechselt. Diese Qualitäten kamen aus der europäischen Malerei. Yoshida hatte selbst im Westen ausgestellt: 1899 in Detroit, 1900 in Boston und auf der Pariser Weltausstellung, 1904 auf der Weltausstellung in St. Louis. Das Ergebnis war eine Technik, die wie Ukiyo-e aussah, aber nach anderen Regeln funktionierte.

Diese Schleife – Japan produziert, Europa begeistert sich, Japan erinnert sich an seine eigene Tradition – ist vielleicht das Eigenartigste an der ganzen Geschichte. Hokusai hätte das womöglich amüsant gefunden. In Tokio ist ihm seit 2016 ein eigenes Haus gewidmet, das Sumida Hokusai Museum im Bezirk Sumida, in dem Hokusai den größten Teil seines Lebens verbrachte.

Die Technik des Holzschnitts lebt weiter. Mokuhanga heißt der japanische Holzschnitt mit wasserbasierten Farben, in dem auch die Ukiyo-e gedruckt wurden. Vom westlichen Holzschnitt unterscheidet er sich in einem entscheidenden Punkt: Wo ölhaltige Druckfarbe harte Ränder und gesättigte Flächen erzeugt, erlauben die wasserbasierten Farben weichere Übergänge, Lasuren und Transparenz.

Toulouse-Lautrec und der Jugendstil hatten ihre eigene Lesart dieser japanischen Bildlogik – flächige Farbgebung, abgeschnittene Konturen, Plakat als Kunstform.

Häufige Fragen zu Hokusai und Ukiyo-e

Was bedeutet Ukiyo-e?

Ukiyo-e (浮世絵) bedeutet wörtlich "Bilder der fließenden Welt". Die "fließende Welt" (ukiyo) war ein Begriff für die vergängliche städtische Vergnügungskultur im Japan der Edo-Zeit – Theater, schöne Frauen, Landschaften, Alltagsszenen. Ukiyo-e-Drucke waren Massenware, günstig produziert, für breite Stadtbevölkerungen. Die Geschichte der Bewegung von Moronobu bis Hiroshige, die Zensur, die Surimono und die Meister, behandelt die Ukiyo-e im Detail.

Hat Hokusai die Große Welle selbst gedruckt?

Nein. Im Ukiyo-e-System war Hokusai der eshi – der Zeichner und Designer. Er lieferte den Entwurf. Das Schneiden der Holzblöcke übernahm der hori-shi, den Druck übernahm der suri-shi. Das ist kein Qualitätsmerkmal und kein Makel, sondern die normale Produktionsweise japanischer Druckgrafik.

Wer hat van Gogh wirklich beeinflusst – Hokusai oder Hiroshige?

Beide, aber direkt kopiert hat van Gogh Hiroshige: "Brücke im Regen" und "Pflaumenbaum in Blüte" nach Hiroshige-Vorlagen, 1887; seine dritte Kopie, "Die Kurtisane", folgt Keisai Eisen. Hokusais Einfluss war indirekter – über die Bildlogik des Ukiyo-e insgesamt, nicht über direkte Kopien. Vincent und Theo van Gogh sammelten mehrere hundert japanische Holzschnitte, und Vincent schrieb 1888 an Theo: "Meine ganze Arbeit beruht in gewissem Maß auf japanischer Kunst."

Was ist der Unterschied zwischen Ukiyo-e und Shin Hanga?

Ukiyo-e ist die klassische japanische Farbholzschnitt-Tradition der Edo-Zeit (17.–19. Jahrhundert). Shin Hanga entstand ab ca. 1915 als bewusste Wiederbelebung – mit modernen Motiven, westlichem Lichteinfluss und einem Hauptmarkt im Westen. Verleger Watanabe Shōzaburō und Künstler wie Hiroshi Yoshida prägten diesen Stil. Beide nutzen das handwerkliche Mehrblock-Druckverfahren, aber Shin Hanga integriert malerische Qualitäten, die Ukiyo-e bewusst vermied.

Was ist die Kanagawa Welle?

Die Kanagawa Welle ist ein geläufiger Name für Hokusais "Die Große Welle vor Kanagawa" (ca. 1831) – nach Kanagawa, heute ein Stadtbezirk von Yokohama, vor dessen Küste die Boote in der Bucht von Edo liegen. Der Fuji im Hintergrund markiert die geografische Verortung. Die Welle von Kanagawa erschien als erstes Blatt der 46-teiligen Serie "36 Ansichten des Berges Fuji".

Quellen und weiterführende Literatur

Zuletzt aktualisiert am 04.09.2026.

Studio Sonsu ist eine Galerie für zeitgenössische Druckgrafik in Hannover. Jedes Werk kommt direkt von den Künstlern. Ausgewählt, nicht eingekauft.

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