Richenda Court: Linolschnitt und Radierung auf einem Blatt

Richenda Court bringt erfolgreich zwei Druckverfahren auf ein einziges Blatt, die auf den ersten Blick nur schwer zusammenzubringen sind. Der Linolschnitt ist ein Reliefdruck, kräftig und mit klaren Kanten. Die Radierung ist ein Tiefdruckverfahren, weich und schattiert. Nicht viele Druckgrafiker machen beides, sagt sie, denn es ist technisch hochanspruchsvoll.

Den Hauptteil bestimmt das Linol. Court schneidet es wie eine Schrift. „Linol ist für mich ähnlich wie Schreiben“, sagt sie. „Man hat Muster zu setzen, sich vorzuarbeiten, die Richtung zu wechseln, langsamer zu werden, tief ins Detail zu gehen. Es ist ein sehr verspieltes Medium. Wenn ich schneide, sind viele der Markierungen intuitiv. Ich erfinde sie, während ich arbeite.“1 Bevor das geschehen kann, steht eine lange Vorbereitung. Am Anfang stehen Courts Skizzenbücher, die sie überallhin mitnimmt. Ausgewählte Zeichnungen daraus werden, manchmal erst Jahre später, zu Kohlezeichnungen ausgearbeitet. Eine Arbeit, die gerne einmal mehrere Wochen dauern kann. Erst wenn sie zufrieden ist, werden die Umrisse auf den Linolblock übertragen.

Die Gesichter gestaltet sie zuletzt, der heikelste Moment der ganzen Arbeit. Nach Wochen, in denen sie sorgfältig Schnitt um Schnitt gesetzt, immer wieder Pausen gemacht und die Arbeit aus der Ferne betrachtet hat, kann ein falscher Gesichtsausdruck alles ruinieren. Court verweist auf eine ältere Tradition: Im japanischen Holzschnitt schnitten nur die besten Schneider die Gesichter und die Hände, die weniger guten die Blätter der Bäume.2 Sie weiß, warum.

Die Radierung wird zur Ergänzung, sozusagen dem i-Tüpfelchen der Arbeit. Court arbeitet mit Hard Ground, Soft Ground und Aquatinta, also mit Säuren, für die es gesetzliche Vorgaben gibt, die den Gebrauch zu Hause verbieten. Für diesen Teil der Arbeit geht sie deshalb in ein spezialisiertes Studio. Wo der Linolschnitt verspielt bleibt, sitzt die Radierung hart im Papier und trägt eine zusätzliche Tiefe hinein.

Richenda Court neben einer Druckpresse mit großem Speichenrad, an der Wand gerahmte Drucke
Richenda Court

Beides auf ein Blatt zu bringen ist langwierig. Court druckt zuerst den Linolschnitt. Dann lässt sie das Papier zwei bis drei Wochen trocknen, feuchtet es erneut an und druckt die Radierung, die sehr viel mehr Druck braucht. Zwei Durchgänge, weit auseinander, an einem riesigen Blatt, das weder knicken noch reißen darf. Court hat ihren Ehemann angelernt, ihr beim Transport des feuchten Papiers zu helfen. Anfangs gab es viele Unfälle, doch mittlerweile passieren kaum noch Missgeschicke.

Wie Court ein Bild aufbaut, kommt aus einem früheren Leben. Bevor sie druckte, tanzte und choreografierte sie. „Ich suche ständig nach Bewegung und Balance im Bild, indem ich das Linol drehe, um sicherzugehen, dass das Bild kompositorisch ausgewogen ist“, sagt sie. „Diese Arbeitsweise ist tief verwurzelt in meiner Zeit als Choreografin und Tänzerin, in der meine Bewegungen und Choreografien auf Improvisation beruhten, also dem Suchen nach einer Balance in der Arbeit.“3

Auch im fertigen, unbeweglichen Druck lässt sich Courts Vergangenheit deutlich erkennen. Sie bestimmt, wohin der Betrachter schaut. „Mit meinem Hintergrund im Tanz kann ich die Position eines Gesichts steuern“, sagt sie. „In der Choreografie wiederholten wir Bewegungen oder verlangsamten sie, deshalb gibt es in manchen Werken mehr als eine Hand. Es ist nicht Bewegung als solche, aber ich steuere die Richtung des Betrachters.“4 Die Figuren, die sie platziert, stehen in geschützten, zeitlosen Räumen. Das Thema zieht sich durch ihre Werke: Bilder, die mit unbewussten Gedanken verbunden sind, eine Welt ohne Einmischung von außen.

Eine von Courts bedeutendsten Arbeiten ist die rund vierzig Drucke umfassende Serie Ocean Swell, entstanden zwischen 2014 und 2018. Hier brachte sie zum ersten Mal ihre beiden Druckverfahren auf ein einziges Blatt, und zur Serie erschien ein eigenes Buch.

Behind the Human Ocean von Richenda Court: Mädchen mit Kopftuch vor dem Meer, umgeben von Vögeln, Fischen und Mustern, Türkis auf Weiß
Behind the Human Ocean, Linolschnitt

Die Serie begann in einer sehr schweren Zeit, kurz nach einem Trauerfall in der Familie. Statt sich der Trauer hinzugeben, wandte Court sich ab und begann zu zeichnen. Zwei Figuren erschienen, ein Junge und ein Mädchen, die unter den Ozean tauchen. Jede Figur hat einen Seelenbewahrer, der aus einem Boot an der Meeresoberfläche über sie wacht. Der Ozean wird zu einem Theater, dessen Vorhang die Figuren zurückziehen, um zu sehen, ob sie wieder Teil der Wirklichkeit sein können. Aus dieser Welt stammt auch Behind the Human Ocean von 2020, ein reiner Linolschnitt. Court beschreibt das Werk so: das Mädchen, das aus dem Meer aufsteigt, umgeben von Krabben und Fischen. Es symbolisiert Stärke. Für diesen Druck erhielt Court 2020 den Stuart Southall Printmaking Prize.

Glass Town I von Richenda Court: schlafendes Mädchen zwischen Pflanzen vor schwarzem Grund, darüber ein schmaler Fries mit VögelnGlass Town II von Richenda Court: junger Mann mit gesenktem Blick in gemustertem Mantel, die Hände geöffnet, vor schwarzem Grund
Glass Town I und Glass Town II, Linolschnitt und Radierung

Die zwei Figuren in Ocean Swell sind erfunden. Die beiden in den folgenden Werken basieren auf ihren eigenen Kindern. Glass Town I und Glass Town II gehören nebeneinander, beide von 2021, beide vereinen Linolschnitt und Radierung. Sie entstanden im Corona-Lockdown, als die Familie plötzlich zusammengepfercht war, eingesperrt zu Hause. Sohn und Tochter an der Schwelle zum Erwachsenwerden, ein Alter, in dem viele Wege offenstehen und jede Entscheidung die Zukunft maßgeblich verändert. Glass Town II zeigt den Sohn, der Glaskristalle hält, darunter einen kleinen Kristall, den Courts Mutter ihr einst gegeben hatte. Die Zukunft im Kristall, verschiedene Versionen und Wege zum Austarieren in der Hand des Sohnes. Glass Town I zeigt die Tochter und geht auf eine kleine Skizze eines einschlafenden Mädchens zurück, die Court etwas bedeutete. Die Tochter posierte ruhend, in einem Schwebezustand zwischen schlafend und wach. Den Titel wählte Court zuerst selbst und recherchierte ihn dann nach. Er verweist auf ein frühes Werk der Brontë-Geschwister, die verspielte Fantasiewelt, die sie als Kinder erfanden.

Moral Questions von Richenda Court: runder Linolschnitt in Schwarz und Orange, eine Tänzerin mit erhobenen Händen und ornamentale Muster
Moral Questions, Linolschnitt

Glass Town entstand aus dem eigenen Leben. Moral Questions kam von außen. Der Linolschnitt von 2025 begann als Auftrag eines langjährigen Bekannten für ein multikulturelles Projekt mit Musikern und indischen Tänzern. Er wollte Querformat, ein Format, das Court Kopfzerbrechen bereitete, und prompt gefiel ihm ihre erste Fassung nicht. Schockiert nahm Court einige Wochen Abstand, ging in Ausstellungen und lenkte sich ab. Als sie zurückkam, zeichnete sie die indische Tänzerin und merkte, dass es einen Kreis brauchte, ein ungewöhnliches Format, aber diesmal stimmig. Die Muster im Bild stammen aus Zeichnungen, für die sie ein buddhistisches Zentrum besuchte. Die Kombi aus Schwarz und Orange erinnert Court an alte griechische Keramik, die sie liebt.

Summer's Trace von Richenda Court: Frauengesicht und ein Vogel mit ausgebreiteten Flügeln in Dunkelrot und Hellorange
Summer's Trace, Linolschnitt

Dass Court an einen realen Ort geht, um Material zu sammeln, ist ein wiederkehrendes Konzept: das buddhistische Zentrum für die Muster in Moral Questions, ein Vogel-Reservat für die Eule in Summer's Trace. Sie mag daran, dass man den Anfang eines Bildes schon haben kann und benötigte Details dann separat sammelt, einmal sogar im London Aquarium, für Studien zu einem Hai. Summer's Trace, ein Linolschnitt von 2022, zeigt Schachfiguren und eine Eule. Court wollte Eulen, und sie wollte sie fliegen sehen. Im Winter fuhr sie dafür in ein Reservat und fand die Eulen vor Kälte erstarrt. Also zeichnete sie die erstarrten Eulen und kehrte noch einmal im Sommer zurück.

The King's Solace von Richenda Court: gelbe Figur und gelbes Pferd auf einer großen Hand vor fein radiertem, blaugrauem Hintergrund
The King's Solace, Radierung

The King's Solace bietet, wie alle von Courts Werken, Raum für eigene Interpretation. Das Zentrum der Geschichte bildet ein Pferde liebender König, der von einer großen, Trost spendenden Hand gehalten wird. Obwohl das Werk eine reine Radierung ist, gearbeitet in drei Platten, wirken die kühnen gelben Flächen fast wie Linolschnitt. Sie durchbrechen beinahe scherenschnittartig das traditionell fein gearbeitete Bild im Hintergrund. Die Arbeit ist eines von Courts Lieblingswerken, und sie überlegt, eine ganze Serie in der Art zu gestalten.

Shilo von Richenda Court: Auge und Hand in Schwarz und Weiß vor einem Rautenmuster in Ocker und RotbraunPeregrine von Richenda Court: Hand in Schwarz und Weiß vor einem Rautenmuster in Ocker und Rotbraun
Shilo und Peregrine, Linolschnitt

Neben den großen Werken stehen kleine, instinktive Arbeiten. Shilo und Peregrine, beide von 2022, entstanden schnell, direkt aus Zeichnungen, die Court gefielen, in Farben, die sich richtig anfühlten. Und mit Namen versehen, die Court gefallen, wie Peregrine, benannt nach dem Wanderfalken. Sie tragen weniger Geschichte als reines Bildermachen und sind, sagt Court, gerade deswegen stark.

Courts Werdegang verläuft linear, ihr erstes konkretes Interesse an Kunst stammt aus der Kindheit. Eine Maltechnik mit in Farbe getauchten Murmeln beeindruckte sie so stark, dass sie sich bis heute daran erinnert. Mit sechzehn wurde aus dem Interesse Ernst. An der University of Brighton machte sie einen Abschluss in Expressive Arts, in zeitgenössischem Tanz und bildender Kunst. Etwas anderes wollte sie nie machen. Den Einstieg in die Druckgrafik fand sie dort über ein Druckzimmer im Obergeschoss. Ihre erste Technik war die Radierung.

Ihre Eltern waren grundverschieden. Die Mutter Südafrikanerin, modebewusst, hatte als junge Frau die Apartheid herausgefordert. Der Vater ein introvertierter Romantiker aus einem kleinen Dorf in Norfolk, qualifizierter Tischler und Schreiner. „Ihre gegensätzlichen Eigenschaften sind in meine Arbeit eingedrungen“, sagt sie über beide.5

Was Court technisch drauf hat, holte sie sich über etwa zwanzig Jahre an den Abendkursen der Putney School of Art und des Morley College in London. Ihre Tutoren dort waren Richard Michell, Marc Balakjian und Frank Connolly. Sie waren keine Maler, sondern die Drucker großer Maler. Richard Michell editionierte für David Hockney. Marc Balakjian arbeitete in der Londoner Werkstatt Studio Prints und druckte dort unter anderem für Lucian Freud. Frank Connolly, Head of Printmaking am Morley College, editionierte für Maggi Hambling. Über diese Lehrer reicht Courts Ausbildung bis an die „School of London“ heran, bis an die Drucker von Freud, Auerbach und Rego. „Die Tutoren am Morley waren alle so begabt und bescheiden und so großzügig mit ihrem Wissen“, sagt Court. „Rückblickend gaben sie einem ein Stück Geschichte weiter. Und leider sind sie jetzt alle verstorben, also sind wir diejenigen, die die Verantwortung haben, es weiterzutragen.“6

2021 wurde Court Associate Member der Royal Society of Printmakers, der britischen Gesellschaft der Druckgrafiker, gegründet im 19. Jahrhundert und mit Sitz in der Bankside Gallery in London. 2024 wurde sie Vollmitglied, ein Status, der durch die Wahl bestehender Mitglieder vergeben wird und auf Lebenszeit gilt. Seitdem trägt sie die Initialen RE hinter ihrem Namen. „Dafür habe ich hart gearbeitet, das kann ich Ihnen sagen, um diese Initialen zu bekommen“, sagt sie.7

Heute arbeitet Court an zwei Orten. Der erste ist ihr eigenes Studio im Garten in Surrey, wo die meisten Drucke entstehen. „Mein Atelier ist im Garten, also höre ich die Vögel und sehe die Blumen“, sagt sie. „Es ist vom Haus getrennt, eine eigene kleine Blase.“8 Oft fließen die Pflanzen vorm Fenster in ihre Werke ein. Der zweite ist das Thameside Print Studio in Woolwich, wo die großformatigen und aufwendigen Drucke sowie die Radierungen entstehen. Dorthin fährt sie quer durch London. „Es ist kein 9 to 5 Job“, sagt Court. „Morgens breche ich um halb sieben nach Woolwich auf, um zu drucken, und ich werde froh sein, wenn ich zwei schaffe, und bin gegen fünf zurück. Aber ich genieße es.“9 Druckgrafik ist für Court ein soziales Handwerk. Oft unterrichtet man am Ende, und „man muss nett zueinander sein, denn man teilt die Ausstattung. Es gibt Kameradschaft und viel Humor.“10

Die Auflage ihrer Werke hält Court bewusst klein. Sie druckt alles selbst, und das braucht Zeit. „Ich will, dass die Person etwas Besonderes besitzt“, sagt sie. „Sie sind alle handgemacht.“11 Eine reine Radierung kommt selten über etwa fünfundzwanzig Abzüge hinaus, weil Aquatinta und Soft Ground eine begrenzte Lebensdauer haben und die Platte sich langsam abnutzt. Die großen Werke sind sogar auf noch weniger Drucke reduziert, denn der Aufwand ist groß und Court produziert lieber Neues, als ewig das Gleiche zu drucken.

Zwei Malerinnen, die wie Court das große Format nicht scheuen, gehören zu ihren Vorbildern. Paula Rego nennt sie eine ihrer Lieblingskünstlerinnen aller Zeiten, für ihre politische Haltung als Frau, ihren Wagemut und ihre Kühnheit. An Jenny Saville bewundert sie die Kraft der Sensibilität in der Zeichnung und die Gravitas ihrer großformatigen Arbeiten. Ein weiteres Vorbild ist Gertrude Hermes, eine Holzstecherin, deren Drucke die Tate besitzt. Court überwältigten die feinen grafischen Fähigkeiten, die Liebe zum Detail und die kühnen Kompositionen. Und doch trat sie selbst von der Malerei zurück. „Ich würde wahrscheinlich zur Malerei zurückkehren, wenn ich ehrlich bin. Ich bin ziemlich traurig, dass ich aufgehört habe, denn das Druckgrafikerin-Sein ist vereinnahmend. Ich liebe Porträts, und ich liebe den deutschen Expressionismus sehr.“12

Fertig editionierte Druckplatten werden traditionell vernichtet. Court tut es nicht. „Man soll die Platten vernichten, wenn die Auflage fertig ist“, sagt sie. „Ich tue das eigentlich nicht, ich behalte sie alle, beschriftet, in Hüllen, damit sie geschützt sind. Nein, ich vernichte sie nicht. Ich will es nicht.“13

Werke von Richenda Court

Alle Werke von Richenda Court

Sammlungen, Ausstellungen, Auszeichnungen

Öffentliche Sammlungen

  • Victoria and Albert Museum, London: Shadow I (Linolschnitt, 2015), Inv.-Nr. E.794:26-2022, Schenkung des Printmakers Council (eingetragen 2022).
  • British Library, London (auf der eigenen Website genannt, ohne Werktitel).
  • RE Diploma Collection, Royal Society of Printmakers (Einbringung bei Aufnahme; Werktitel nicht dokumentiert).

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • Stuart Southall Printmaking Prize 2020 (für Behind the Human Ocean), Royal Society of British Artists, Mall Galleries, London.
  • Associate Member (ARE) 2021, Vollmitglied (RE) 2024, Royal Society of Printmakers, auf Lebenszeit (zum Zeitpunkt der Wahl: Royal Society of Painter-Printmakers; umbenannt per Supplemental Charter, April 2026).
  • For Arts Sake Printmaking Award, Ealing (Jahr und Bedingungen nicht dokumentiert).
  • Arts Council Grant für den Glass Town-Animationsfilm.
  • Mitglied der LOOP Artists (Londoner Druckgrafik-Kollektiv).

Einzelausstellungen

  • Glass Town, The Muse Gallery, Portobello Road, London, 2022.
  • Henry Sotheran's, Mayfair, London, ca. 2018 (Linolschnitte und Radierungen).

Gruppenausstellungen (Auswahl)

  • Royal Academy Summer Exhibition 2026, London (Aurelius's Wings, Gallery I, ausgewählt von Katherine Jones).
  • RE Original Prints 2022, 2023, 2024, 2025, Bankside Gallery, London.
  • Small But Mighty 2024, Bankside Gallery (Vanessa).
  • International Original Print Exhibition 2025, Bankside Gallery (Moral Questions).
  • Royal Society of British Artists Annual Exhibition 2020, Mall Galleries, London.
  • „50 Years of Artists Prints“, Printmakers Council, 2015 (Shadow I).

Ausbildung

  • University of Brighton: Abschluss in Expressive Arts (zeitgenössischer Tanz und bildende Kunst).
  • Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance, London (auf der eigenen Website neben Brighton als Ausbildungsstation genannt; Zeitraum und Reihenfolge nicht dokumentiert).
  • Putney School of Art und Morley College, London: rund zwanzig Jahre Abendkurse in der Druckgrafik (Tutoren Richard Michell, Marc Balakjian, Frank Connolly).

Projekte, Lehre und Medien

  • Cultural Olympiad 2012: Surrey-Repräsentation, Auflage von 40 Siebdrucken (Ochre Print Studios, Guildford), Eröffnung in der Royal Albert Hall.
  • Lehrtätigkeit an der Putney School of Art und am Morley College, London (aktuell zugunsten eigener Arbeit reduziert).
  • Dry-Point-Workshop am Petersfield Museum and Art Gallery.
  • Ocean Swell (Buch zur gleichnamigen Serie).
  • Glass Town-Animationsfilm 2020 (Animation Hannah Brewerton, Musik Amit Rai Sharma, per Zoom produziert, Arts-Council-Förderung).
  • Printmaking Today, Issue 119, Herbst 2021, Beitrag „Dancing Forward“.

Weitere Werke (außerhalb des aktuellen Bestands)

  • Shadow I, Aurelius's Wings, Hermes View, Star Script, Vanessa.

Weitere Einflüsse

  • Henri Gaudier-Brzeska und Isadora Duncan (studiert an Kettle's Yard, Cambridge); Matisse und Picasso; die Zeichnungen von Leonardo, Raphael und Botticelli; Expressionismus und Kubismus.

Quellen

  1. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09, bestätigt 2026-06-17. Original: „Lino, for me, is quite like writing. You've got patterns to make, go forward, change direction, slow it down, go into lots of detail. It's a very playful medium when I'm cutting, and a lot of the markings are intuitive; I make them up as I go.“ ↩
  2. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09. Original: „In Japanese woodcut, only the best cutters did the faces and the hands; the less good ones did the leaves.“ ↩
  3. Schriftliches Künstler-Interview, Richenda Court. Original: „I am constantly looking for movement and balance in the image by turning the lino around to make sure the image is compositionally balanced. This way of working is much routed in my time as a choreographer and dancer where my movements and choreography were based on improvisation so searching for a balance in the work.“ ↩
  4. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09. Original: „With my background in dance, I can control the position of a face. When I was doing choreography we'd repeat movements or slow them down, so in some pieces there's more than one hand. It's not movement as such, but I'm controlling the direction of the viewer.“ ↩
  5. Schriftliches Künstler-Interview, Richenda Court. Original: „Their contrasting qualities have infiltrated my work.“ ↩
  6. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09. Original: „The tutors at Morley were all so talented and humble, and so generous with their knowledge. Looking back, they were passing a part of history on to you. And sadly they've all passed away now, so we're the ones who have the responsibility of carrying it on.“ ↩
  7. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09. Original: „I worked hard for that, I can tell you, to get those initials.“ Anmerkung: Die Society führt seit April 2026 per Supplemental Charter den Namen Royal Society of Printmakers (zuvor Royal Society of Painter-Printmakers); die Mitglieds-Initialen RE bleiben unverändert (Announcement des Präsidenten Prof David Ferry, 23.04.2026). ↩
  8. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09. Original: „My studio's in the garden, so I can hear the birds and look at the flowers. It's separate from the house, its own little bubble.“ ↩
  9. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09, bestätigt 2026-06-17. Original: „It's not a nine-to-five. Tomorrow I'll be leaving at half six to go to Woolwich to print, and I'll be lucky to do two, and I'll be back about five. But I enjoy it.“ ↩
  10. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09. Original: „It's quite a social thing, printmaking. You share equipment, you usually end up teaching, and as I say to my students, you have to be nice to each other, because you're sharing. There's a camaraderie, and a lot of humour.“ ↩
  11. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09. Original: „I print all the work myself, and it takes so much time, so I keep the editions small. It gives it more value, too, I'm not going to do hundreds and hundreds. I want it to be special; I want the person to own something special. They're all handmade.“ ↩
  12. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09. Original: „I'd probably go back to painting, if I'm honest, I feel quite sad that I stopped, because being a printmaker is all-consuming. I love portraits, and I love German Expressionism very much.“ ↩
  13. Studio-Sonsu-Gespräch, Mitschrift 2026-06-09. Original: „You're supposed to destroy the plates when you've done the edition. I don't, really, I keep them all, labelled, in cases so they're protected. No, I don't destroy them. I don't want to.“ ↩