Edition VFO Zürich: der Verein für Originalgraphik seit 1948
Die Edition VFO, Verein für Originalgraphik, ist ein 1948 in Zürich gegründeter, nicht gewinnorientierter Kunstverein, der zeitgenössische Druckgrafik in limitierten Auflagen verlegt. Nach eigenen Angaben wählt eine Jury als Fachgremium jedes Jahr aus mehr als hundert Einreichungen rund vierzig Arbeiten aus, deren Produktion der Verein anschließend vollständig finanziert.
CHF 180 kostet die Mitgliedschaft für ein Kalenderjahr, beim Eintritt kommen einmalig CHF 100 dazu. Ab dem zweiten Mitgliedschaftsjahr schreibt der Verein beim ersten Kauf des Jahres CHF 180 auf den Kaufpreis gut, und wer den Bonus bis Ende Juni des Folgejahres nicht einlöst, verliert ihn. Beim ersten Kauf nach dem Eintritt greift der Bonus nicht, unabhängig davon, welche Edition es ist. Im Eintrittsjahr gelten damit die Rabatte, nur nicht auf die bei Eintritt gerade laufende Edition, und der Bonus gar nicht.
Diese Rechnung ergibt sich aus den Konditionen der Edition VFO. Ein Verein, der den Jahresbeitrag ab dem zweiten Jahr beim ersten Einkauf wieder gutschreibt, klingt beim ersten Lesen nach einem Fehler in der Preisliste. Es ist keiner, und der Zuschnitt sagt etwas darüber, für wen die Mitgliedschaft gedacht ist.
Was bekommt man für die Mitgliedschaft bei der Edition VFO?
Eine Jahresmitgliedschaft kostet CHF 180 pro Kalenderjahr für eine Einzelperson oder ein Museum, dazu einmalig CHF 100 beim Eintritt. Wer Mitglied ist, zahlt bei der Edition VFO 25 Prozent weniger für reguläre Editionen und 10 Prozent weniger für Sondereditionen, beides ausgenommen die bei Neueintritt gerade laufende Edition, dazu kommt ab dem zweiten Mitgliedschaftsjahr beim ersten Kauf des Jahres der Bonus von CHF 180, der bis Ende Juni des Folgejahres verfällt. Der Katalog liegt dabei offen, mit Preisen an den Werken und einem Warenkorb, der keine Anmeldung verlangt. Die Mitgliedschaft funktioniert damit als Preismodell für Leute, die ohnehin sammeln.
Wer entscheidet dann über den Katalog selbst, und wonach richtet sich die Auswahl? Zuständig sind nach Darstellung des Vereins ein Vorstand und eine Jury als Auswahl-Fachgremium, die pro Jahr aus den Einreichungen auswählt. Die ausgewählten Projekte finanziert der Verein demnach vollständig, es kommt ein Künstlerhonorar dazu, und knapp zwanzig Prozent der Auflage gehen als Artist's Proofs an die Kunstschaffenden zurück.
Bei dieser Zahl gibt es eine Unstimmigkeit, die man kennen sollte. Der englische Wikipedia-Artikel spricht von bis zu 60 Editionen im Jahr, der Verein selbst von rund 40 Arbeiten. Denselben Wert nennt auch der Verzeichniseintrag bei e-flux, der allerdings ebenfalls auf die Selbstauskunft des Vereins zurückgeht. Der Verein weiß selbst am besten, wie viele Editionen er im Jahr produziert, deshalb steht die kleinere Zahl auf dieser Seite.
Was der Verein verlegt, sind Originalgrafiken, und der Vereinsname trägt das Wort seit 1948 im Titel. Wo dabei die Grenze zum Kunstdruck verläuft, ist eine eigene Frage, und sie wird an einem Verlag, der von der Radierung bis zum Inkjetdruck alles auflegt, nicht leichter.
Die Adresse hat der Verein zuletzt 2022 gewechselt. Seit November 2022 liegt sie an der Limmatstrasse 268 im Löwenbräuareal. Wie viele Menschen mitmachen, ist schlechter dokumentiert als die Preisliste: Der Wikipedia-Eintrag nennt für den Stand 2020 rund 800 Mitglieder, ein aktuellerer Wert war nicht zu finden.
Damit ist die Eingangsrechnung erklärt. Die Mitgliedschaft öffnet den Katalog nicht, sie verbilligt ihn. Über den Eintritt in den Verein entscheidet laut Vereinsangaben der Vorstand. Der Filter, der über das Programm bestimmt, sitzt in der Jury. Die Idee dahinter, dass ein Verein Originalgrafik in großer Zahl unter Leute bringt, war allerdings schon älter als dieser Verein.
Wer gründete die Edition VFO 1948, und war Zürich damals schon reif dafür?
Belegt ist das Jahr, nicht die Person. 1948 entsteht in Zürich ein nicht gewinnorientierter Verein zur Förderung der Kunst, der seither zeitgenössische Druckgrafik verlegt. Wer im Gründungsjahr am Tisch saß, steht in keiner der geprüften Quellen.
Gesucht wurde an den naheliegenden Stellen. SIKART führt keinen Institutionseintrag zum Verein, ein deutschsprachiger Wikipedia-Artikel fehlt, und auch die Volltextsuche bei e-periodica sowie die greifbaren Archivbestände bringen zur Gründung nichts zutage. Greifbar ist eine Jubiläumsschrift zum fünfzigsten Geburtstag des Vereins: "Verein für Originalgraphik 1948-1998", erschienen 1998 im Eigenverlag Zürich, 96 Seiten stark, herausgegeben von Hans Eggenberger, Annemarie Bucher, Hans Egli, Franz Horisberger und Adolf Streuli. Das sind die Herausgeber von 1998. Zu den Gründern von 1948 sagt diese Angabe nichts, und die fünf Namen kleben schnell an der falschen Jahreszahl.
Das Umfeld ist deutlich besser dokumentiert als der Gründungsakt. Elf Jahre vorher, 1937, gründete der Berner Buchhändler Armin Grossenbacher (1904-1991) an der Predigergasse 19 in Zürich die Kunstfreunde-Vereinigung Arta. Die Idee dazu kam ihm in seinem Rahmungsgeschäft in Bern, beim Anblick unerfreulicher Einrahmungen. Arta verteilte gedruckte Originalgrafik an ihre Mitglieder, jedes Blatt mit einem einfachen Rahmen zur Präsentation. Bis 1967 kamen so 1.850 Blätter von 556 verschiedenen Künstlern zusammen.
Noch früher entstand in derselben Stadt die Schweizerische Graphische Gesellschaft, und zwar mit dem umgekehrten Vorzeichen. Beim Gründungsjahr sind sich die Quellen nicht einig, die eine nennt den September 1917, die andere 1918, und ab 1918 erschien jedenfalls die erste jährliche Werkausgabe. Die Gesellschaft förderte Schweizer Druckgrafik durch neue Aufträge, begrenzte sich aber von Beginn an auf 125 sorgfältig ausgewählte Mitglieder und schrieb vor, dass die bezogenen Werke nicht verkauft werden durften. Wer dabei sein wollte, brauchte einen frei werdenden Platz.
Keine der geprüften Quellen verbindet Arta oder die Graphische Gesellschaft mit der Gründung von 1948. Belegt ist nur, dass Zürich beide Modelle schon kannte, als die VFO anfing: die geschlossene Gesellschaft mit fester Mitgliederzahl und Verkaufsverbot auf der einen Seite, die offene Verteilorganisation mit Massenauflage auf der anderen. Welchem der beiden folgt die VFO? Keinem ganz. Mit rund 800 Mitgliedern im Jahr 2020 lag sie weit über den 125, auf die sich die Graphische Gesellschaft beschränkte. Verkauft wird über einen öffentlichen Katalog, zu Preisen, die für Mitglieder und Nichtmitglieder verschieden sind. Wo und bei wem die einzelnen Editionen gedruckt werden, sagt die Vereinsgeschichte trotzdem nicht.
In welchen Werkstätten entstehen die VFO-Editionen?
Die Blätter, die Tony Cragg bei der Edition VFO veröffentlicht hat, tragen im Katalog alle dieselbe Produktionszeile: Urban Stoob, St. Gallen. Pipilotti Rists drei Editionen von 2006, darunter "Baum der Erkenntnis", entstanden bei Beat & Susan Etter in Zürich, als Inkjetdruck in einer Auflage von 66. Bei diesen Blättern läuft überhaupt keine Presse mehr, das Verfahren kommt aus dem Digitaldruck und steht so auch im Katalog. Julian Charrières Serie "After the Smoke Cradle", datiert auf 2025, kommt aus der Steindruckerei Wolfensberger, die auch als Zurich Print Institute firmiert: Fotolithografien mit Pigmenten aus Vulkanasche, Lava, Obsidian und Schwefel, jedes Werk in Auflage 1, in einem Künstlerrahmen von 42,20 x 32,20 x 3,00 Zentimetern.
Der letzte Name hat eine lange Vorgeschichte in dieser Stadt. Auf Emil Cardinaux' Plakat für die Rhätische Bahn von 1914 steht am unteren Blattrand in kleiner Type der Druckvermerk "GRAPH. ANSTALT J.E. WOLFENSBERGER · ZÜRICH". Das Blatt ist eine flächige Lithografie: dunkler Waldhang im Vordergrund, eine kleine Burgruine auf einem Felskopf, dahinter ocker und violett schattierte Gipfel mit Schneefeldern. Was haben ein Alpenplakat von 1914 und eine Fotolithografie aus vulkanischem Gestein miteinander zu tun? Es ist dieselbe Werkstatt, mit anderen Auftraggebern und gut hundert Jahren dazwischen. Einen Verein für Originalgraphik gab es zu Cardinaux' Zeit noch nicht, die Druckerei gab es schon.
Was zeigt dieselbe Technik bei Roman Signer und Tony Cragg?
Vier Blätter aus Roman Signers Werkliste laufen über drei Verfahren, eines davon zweimal. Bei der Edition VFO erschien 2011 "Schwarze Sonnen", eine Lithografie in einer Auflage von 50. "Rakete" von 2006 ist die zweite Lithografie. "Explosion 3" von 2008 ist eine Radierung, wieder Auflage 50. Und "Versuch" von 1999 ist eine Fotolithografie nach einem Videostill, ebenfalls 50.
Die Auflage selbst behält der Verein, und knapp zwanzig Prozent davon gehen nach eigener Darstellung als Artist's Proofs an die Kunstschaffenden. Wie diese Zahlen später auf dem Blatt selbst notiert werden, regelt die übliche Auflagenkennzeichnung mit Bruchzahl und Bleistiftsignatur.
Tony Craggs "Atmos" und "Trilobites", beide von 1995, sind Lithografien in einer Auflage von 60 und kosten CHF 800. Fünf Jahre später folgte "Identities I" von 2000, wieder Lithografie, wieder Urban Stoob. In beiden Werklisten steht mehrfach "Lithografie", und dahinter stehen zwei sehr verschiedene Arbeitsweisen: jahrelange Wiederkehr derselben Werkstatt und derselben Technik auf der einen Seite, ein Wechsel zwischen Stein, Kupferplatte und Videostill auf der anderen.
Wie eine Lithografie aussieht, die flächige Farbzonen über eine gezeichnete Linienstruktur legt, zeigt Bronwen Sleighs "Clywedog I": eine Staudamm-Treppe, die diagonal über einen Landkartengrund zieht, dagegen das Blau des Wassers. Das erste Kriterium, das der Verein für seine Auswahl nennt, ist der innovative Umgang mit der gewählten Technik. Bewertet wird also der Weg zum Blatt, nicht nur das Blatt. Beide Reihen bleiben dabei im Rahmen dessen, was eine Steinpresse und eine Kupferplatte hergeben. Wo fängt bei Verfahren, die seit Jahrhunderten funktionieren, das Neue überhaupt an?
Was ändert sich, wenn ein Siebdruck auf ein Banner geht?
"She-Devils on Wheels" von 2019 ist ein Siebdruck auf Banner, mit gravierten Nieten. Der Katalog führt die Arbeit in vier Farbvarianten, jede in einer Auflage von 3, alle vergriffen. Gedruckt wird weiterhin im Siebdruck, nur eben auf ein Banner statt auf Papier, und die Nieten sind ein Beschlag am Material statt ein aufgesetztes Element: ein Materialfall, kein Verfahrenswechsel.
2025 folgte "Palette of Shadows", eine sechsteilige Siebdruckserie in Auflage 18, jedes Einzelblatt zu CHF 1'200, das komplette Set zu CHF 7'000. Beide Arbeiten sind mehrteilig, und zwischen ihren Auflagen liegt der Faktor sechs.
Neben Fleury steht ein zweiter Fall, der die Frage nach dem Auswahlkriterium noch schärfer stellt. Not Vitals "House to Watch the Sunset (Weissgold)" von 2020 ist eine Aquatinta mit aufgetragenem Blattgold, Auflage 39, ebenfalls vergriffen. Am Verfahren selbst ist nichts Neues. Neu ist, was auf dem Papier landet: Edelmetall statt Druckfarbe.
Dasselbe Muster trägt Charrières Serie in der Steindruckerei Wolfensberger: Die Pigmente dieser Blätter sind aus vulkanischem Material gemahlen. Sucht die Jury also das neue Verfahren oder das neue Material im alten Verfahren? Nach diesen Blättern zu urteilen ist es das zweite: Das Verfahren bleibt klassisch, das Material wechselt.
Wie unterscheidet sich die Auswahl bei der Edition VFO von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg?
In Hamburg arbeitet seit 1925 ein Verein, der Originalgrafik ebenfalls in großer Zahl unter Leute bringt. Die Griffelkunst-Vereinigung zählt rund 4.500 Mitglieder, und der Jahresbeitrag, Stand November 2025 bei 200 Euro, umfasst die Wahl von vier Motiven pro Jahr. Gewählt wird aus Arbeiten, die der Verein bereits beauftragt hat. Die Mitglieder entscheiden also über das Programm, aber innerhalb eines Rahmens, den vorher jemand anders gesteckt hat.
Bei der Edition VFO läuft es andersherum. Über das Programm entscheidet die Jury aus den Einreichungen der Kunstschaffenden. Die Mitglieder kaufen lediglich billiger ein. Beide Vereine ziehen dieselbe Grundidee durch, Originalgrafik einem breiten Publikum zugänglich zu machen, und drehen dabei genau die Achse um, an der die Entscheidung sitzt: einmal beim Publikum, einmal beim Fachgremium.
Ein drittes Modell fahren die Jahresgaben der Kunstvereine in Deutschland, wo die Mitgliedschaft überhaupt erst den Zugang zum Blatt öffnet. Damit stehen drei Wege nebeneinander, auf denen sich Druckgrafik-Institutionen organisieren. Gemeinsam ist ihnen, dass am Anfang eine Auflage steht und nicht ein einzelnes Blatt, und genau daran hängt auch, warum Originalgrafik oft weniger kostet, als Leute erwarten.
Ob die Zürcher Umkehrung das Versprechen besser einlöst als das Hamburger Modell, hängt davon ab, wen man fragt. Für Sammelnde ist die Sache klar: mehr Auswahl, kein Wahlzwang, ein Jahresbeitrag, der ab dem zweiten Jahr beim ersten Kauf gutgeschrieben wird. Für die Einreichenden sieht dieselbe Struktur anders aus.
Für wen gilt das Wort demokratisch?
Als das Monopol-Magazin 2023 zum 75-Jahr-Jubiläum über den Verein schrieb, leitete David Khalat ihn seit fünf Jahren als Direktor. Sein Satz dort lautet: "Wir wollen den Menschen das Sammeln auf demokratische Weise näherbringen".
Nach eigenen Angaben liegen Blätter unter anderem im Getty Museum in Los Angeles, im Kunsthaus Zürich und bei der Schweizerischen Nationalbank; unabhängig bestätigen ließ sich das nicht.
Für Käuferinnen und Käufer geht Khalats Satz auf. Der Jahresbeitrag wird ab dem zweiten Jahr beim ersten Kauf gutgeschrieben, die oben genannten Blätter liegen zwischen CHF 800 und CHF 1'200, und der Katalog verkauft auch an Nichtmitglieder, nur eben zum vollen Preis. Auf der anderen Seite des Auswahlprozesses steht dieselbe Zahl anders da: Von mehr als hundert Eingaben im Jahr werden nach Angaben des Vereins rund vierzig produziert, entschieden von einer Jury nach Kriterien wie dem innovativen Umgang mit der gewählten Technik. Wer kauft, hat freie Wahl in einem offenen Sortiment. Wer einreicht, bekommt ein Urteil, an dem die Mehrheit scheitert. Khalats Satz spricht vom Sammeln, und für das Sammeln löst der Verein ihn ein. Wie ein Haus aussieht, das denselben Anspruch auch an seiner Eingangstür für Kunstschaffende halten will, ist eine andere Frage, und sie stellt sich jedem Editionsverlag mit Jury.
Häufige Fragen zur Edition VFO
Kann ich bei der Edition VFO auch ohne Mitgliedschaft kaufen?
Ja. Die Mitgliedschaft ist kein Zugang zum Katalog, sondern ein Rabatt- und Bonusmodell. Mitglieder zahlen CHF 180 pro Kalenderjahr plus einmalig CHF 100 beim Eintritt und bekommen dafür 25 Prozent Rabatt auf reguläre Editionen und 10 Prozent auf Sondereditionen, jeweils ohne die bei Neueintritt gerade laufende Edition. Dazu rechnet der Verein beim ersten Kauf pro Mitgliedschaftsjahr einen Bonus von CHF 180 an, der Ende Juni des Folgejahres verfällt; beim ersten Kauf nach dem Neueintritt greift er nicht. Ohne Mitgliedschaft gilt der reguläre Preis.
Was kostet ein Blatt bei der Edition VFO?
Das hängt an Auflage und Künstler. Tony Craggs Lithografien von 1995 stehen in einer Auflage von 60 bei CHF 800, ein Einzelblatt aus Sylvie Fleurys Serie "Palette of Shadows" von 2025 bei CHF 1'200 in einer Auflage von 18, das sechsteilige Set bei CHF 7'000. Ältere Editionen sind teilweise vergriffen.
Wie kommen Künstlerinnen und Künstler ins Programm der Edition VFO?
Über eine Einreichung. Nach Angaben des Vereins wählen ein Vorstand und eine Jury als Fachgremium jährlich rund vierzig Arbeiten aus weit mehr als hundert Eingaben aus. Die Produktion der ausgewählten Projekte finanziert der Verein demnach vollständig, dazu kommt ein Honorar, und knapp zwanzig Prozent der Auflage gehen als Artist's Proofs an die Kunstschaffenden.
Wo hat die Edition VFO ihren Sitz?
An der Limmatstrasse 268 im Löwenbräuareal in Zürich, seit November 2022. Gedruckt wird bei den bekannten Editionen nicht dort, sondern in externen Werkstätten, unter anderem bei Urban Stoob in St. Gallen und in der Steindruckerei Wolfensberger in Zürich.
Ist die Edition VFO dasselbe wie die Griffelkunst-Vereinigung?
Nein, die Modelle sind gegensätzlich. Bei der Griffelkunst-Vereinigung in Hamburg wählen rund 4.500 Mitglieder gegen ihren Jahresbeitrag vier Motive pro Jahr aus einem bereits beauftragten Programm. Bei der Edition VFO entscheidet eine Fachjury über die Einreichungen, und die Mitgliedschaft wirkt nur auf den Preis.
Quellen und weiterführende Literatur
- Edition VFO, Verein für Originalgraphik, Zürich: Selbstdarstellung, Mitgliedschaftsbedingungen und Werkverzeichnisse der publizierten Künstlerinnen und Künstler (Abruf August 2026)
- Verein für Originalgraphik: Jubiläumsschrift "Verein für Originalgraphik 1948-1998", Eigenverlag Zürich, 96 Seiten (1998)
- Monopol Magazin: Porträt zum 75-jährigen Bestehen des Vereins für Originalgraphik, mit Zitaten von Direktor David Khalat (2023)
- Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich: "100/125", Publikation zur Geschichte der Schweizerischen Graphischen Gesellschaft (Kontext zum Zürcher Vereinswesen vor 1948)
Wer druckt, wer auswählt und wer bezahlt: An diesen drei Fragen hängt jedes Blatt, das als Auflage entsteht, in Zürich genauso wie überall sonst.
Studio Sonsu ist eine Galerie für zeitgenössische Druckgrafik in Hannover. Die Blätter kommen direkt von den Künstlerinnen und Künstlern, handsigniert und limitiert, von der Lithografie bis zum Siebdruck. Alle Werke ansehen. Fragen? hello@studiosonsu.de