Kunst für Hotel, Ferienwohnung und Gastronomie

Der Flur im dritten Stock hat neun Türen. An jeder hängt dieselbe Schwarzweiß-Fotografie einer Brücke, im selben Rahmen, auf derselben Höhe montiert. Wer eine Nacht bleibt, sieht das Bild vielleicht einmal bewusst. Wer als Handlungsreisender jeden Monat in diesem Haus eincheckt, kennt die Brücke irgendwann auswendig, ohne sie je wirklich angesehen zu haben.

Nach dem zehnten Aufenthalt sieht er nicht mehr das Bild. Er sieht nur noch das Hotel: denselben Teppich, denselben Geruch im Aufzug, dieselbe Zimmernummer. Das Foto ist nicht verschwunden. Es ist Tapete geworden, genau wie die Türklinke oder die Nummer an der Tür.

Die naheliegende Alternative wäre ein teures Unikat pro Zimmer. Bei neun Türen ist das selten finanzierbar, bei siebzig Türen erst recht nicht. Die andere naheliegende Alternative, ein günstiges Poster pro Tür, löst dasselbe Problem nur schneller: Nach der dritten Übernachtung ist auch das Poster Tapete. Bleibt die Frage, ob zwischen einem teuren Einzelstück pro Raum und einem beliebig oft vervielfältigten Poster überhaupt etwas liegt, das für ein Haus mit vielen Räumen funktioniert.

Die folgende Auswahl versucht genau das: serientaugliche Originaldruckgrafik zwischen 150 und 600 Euro, kuratiert für Häuser mit mehreren Räumen, bei denen kein Zimmer wie das andere aussehen soll.

Warum braucht ein Hotel eine andere Antwort als ein Büro?

Der Bundesfinanzhof unterschied bereits 1977 zwischen zwei Arten von Bildern in Betrieben: echten Kunstwerken anerkannter Meister und der sogenannten Gebrauchskunst, zu der er ausdrücklich Bilder in Hotels und Gaststätten zählte. Nur für die zweite Kategorie ließ das Gericht die steuerliche Abschreibung zu (III R 58/75, BStBl II 1978, 164).

Diese Trennung wirkt bis heute fort. Die AfA-Tabelle des Bundesfinanzministeriums für das Gastgewerbe setzt für sonstige Druckgrafik eine Nutzungsdauer von nur fünf Jahren an, während allgemeine Gebrauchskunst in Büros und Praxen über bis zu fünfzehn Jahre abgeschrieben wird. Dieser Unterschied greift bei Werken über der 800-Euro-Grenze: Ein höherwertiges Blatt setzen Sie im Gastgewerbe bis zu dreimal schneller ab als ein Kollege im Büro. Bleibt ein Werk darunter, lässt es sich in beiden Fällen sofort im Anschaffungsjahr abschreiben.

Ein einzelnes gerahmtes Druckgrafik-Werk an einer Innenwand
Ein einzelnes Werk im Raumkontext. In einem Haus mit vielen Zimmern trägt die Serie, nicht das wiederholte Einzelbild.

Dass diese fünf Jahre für ein Haus mit vielen Zimmern ebenso gelten wie für ein einzelnes Gästezimmer, zeigt sich am Beispiel BUDERSAND auf Sylt: Das Hotel zeigt mehr als 200 Kunstwerke von 40 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, verteilt von der Lobby bis in alle 77 Zimmer und Suiten, darunter Radierungen von Joseph Beuys.

77 Zimmer sind 77 Türen. Genau wie im Flur aus dem Beispiel oben steht ein Haus dieser Größe vor demselben Wiederholungsproblem, nur um ein Vielfaches größer: Hängt an jeder Tür dasselbe Bild, verschwindet irgendwann nicht nur das Bild, sondern auch das Haus dahinter.

Hotelzimmer, Rezeption, Gastraum und Ferienwohnung stellen dabei unterschiedliche Anforderungen, auch wenn dieselbe Steuerlogik für alle gilt.

Warum braucht die Ferienwohnung andere Kunst als die Hotel-Lobby?

Vier Räume, vier unterschiedliche Blickbeziehungen. Ein Gast im Hotelzimmer sieht ein Bild über mehrere Nächte hinweg, meist von der Betthöhe aus. Ein Besucher an Ihrer Rezeption sieht dasselbe Bild nur für Sekunden, im Vorbeigehen, während er eincheckt.

Gerahmte Druckgrafik an einer Wand im Innenraum, aus einiger Distanz betrachtet
Aus wenigen Metern Distanz zählt die Fernwirkung eines Werks, nicht das Detail. Das entscheidet, was an einer Rezeption oder im Gastraum funktioniert.

Ein Gastraum hat oft eine Warteschlange am Buffet, in der Blicke wandern, ohne stehen zu bleiben. Eine Ferienwohnung dagegen wird über Tage bewohnt, nicht über Minuten.

Eine Studie mit 11.239 Online-Bewertungen von 131 Lifestyle-Hotels in acht chinesischen Städten wertete die Gästekommentare per Themenmodellierung aus. Unterhaltungseinrichtungen, Zimmerausstattung und Design bildeten dabei einen eigenen, wiederkehrenden Gesprächscluster unter den zehn identifizierten Themen. Dass Kunst an der Wand darin durchaus ins Gewicht fallen kann, zeigt eine einzelne Bewertung, in der ein Gast das Haus sinngemäß mit einem Museum verglich, so viel Kunst hänge dort. Für diesen Gast war die Wand kein dekoratives Beiwerk, sondern ein Grund, überhaupt eine Bewertung darüber zu schreiben. Für Ihre Gäste ist das Bild in diesem Moment zweierlei zugleich: ein Gegenstand, den Ihre Buchhaltung über fünf Jahre abschreibt, und eine Erfahrung, die jemand in einer Bewertung erwähnt, lange bevor er an die Rechnung denkt.

Ein Haus mit mehreren Zimmern oder Etagen fährt meist besser damit, wenige Farben oder Motive über die einzelnen Zonen hinweg zu wiederholen, sodass sich das Haus zusammenhängend anfühlt, ohne dass jede Etage gleich aussehen muss. Genau das unterscheidet die Hotelzimmer-Bilder in den oberen Etagen von dem, was an der Rezeption oder im Gastraum hängt: dieselbe Handschrift, aber nicht dasselbe Blatt.

Vermieten Sie eine Ferienwohnung mit Blick ins Grüne, passt ruhige, naturnahe Kunst oft besser als ein lautes Statement-Bild, das Sie jedem neuen Gast neu erklären müssten. Der gängige DIY-Rat für Ferienwohnungen empfiehlt an dieser Stelle häufig, ein günstiges Poster mit einem Passepartout zu versehen, um den Druck hochwertiger wirken zu lassen. Das ist ein ehrlicher Trick, kein schlechter Rat. Er ändert nur nichts daran, dass unter dem Passepartout weiterhin ein Poster liegt. Was den Unterschied zwischen einem Original und einem gut gerahmten Druck tatsächlich ausmacht, erklärt Original vs. Kunstdruck.

Anonyme, austauschbare Zimmerdeko fällt vor allem Stammgästen auf: Wer ein Haus mehrmals im Jahr besucht, wie der Handlungsreisende aus dem Beispiel oben, bemerkt Wiederholung schneller als jemand, der nur einmal übernachtet. Werke, die sich einem bestimmten Haus zuordnen lassen, wirken diesem Effekt entgegen. Für Gastro-Wartebereiche wie eine Lobby, eine Rezeption oder eine Buffet-Schlange gilt dieselbe Logik. Anders sieht es in zwei angrenzenden Fällen aus, die wir hier bewusst nicht behandeln: Ein medizinisches Wartezimmer hat eigene Anforderungen an Hygiene und Sitzabstand, dafür gibt es die Seite Bilder fürs Wartezimmer; ein Büro wiederum hat weder Publikumsfluktuation noch die Aufgabe, mehrere Zimmer gleichzeitig auszustatten, wie Kunst fürs Büro zeigt.

Vier Raumtypen, vier unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage: wie viel Wiederholung ein Haus verträgt, ohne dass sie zur Tapete wird. Am Sortiment von drei Werkfamilien lässt sich zeigen, wie das konkret aussieht.

Was tun, wenn zehn Zimmer zehn Bilder brauchen?

Zwischen einem teuren Einzelwerk pro Raum und einem identisch vervielfältigten Poster liegt eine dritte Option, die klassische Hotel-Kunstberatungen selten anbieten: verwandte, aber nicht identische Werke aus derselben Werkfamilie.

Radierung Cold Harbour Lane III von Bronwen Sleigh, konstruktivistische Architektur in ruhiger grafischer Komposition
Bronwen Sleigh, Cold Harbour Lane III, Radierung. Eine Fassung der Bauteil-Bildsprache, aus der sich verwandte Blätter für mehrere Räume zusammenstellen lassen.

Bronwen Sleigh arbeitet an einer Werkfamilie aus Radierungen, die explodierende Bauteile und konstruktivistische Architektur zu ruhigen, grafischen Kompositionen verdichtet. "Cold Harbour Lane III" zeigt diese Bauteil-Sprache in einer Fassung, "Sinclair Drive" eine Treppenanlage mit Ornament aus derselben Bildwelt.

Wer zwei Blätter derselben Serie nebeneinander an benachbarte Zimmertüren hängt, sieht sofort: dieselbe Handschrift, aber kein einziges identisches Blatt. Hängen Sie mehrere Werke einer Serie über einen Flur oder mehrere Etagen verteilt, achten Sie am besten auf eine einheitliche Höhe. Die passende Faustregel dafür steht auf Bild aufhängen: die richtige Höhe.

Radierung Canberra V von Rachel Duckhouse, zwei geometrische Körper in warmen Pastelltönen
Rachel Duckhouse, Canberra V, Radierung mit Aquatinta. Dieselbe Formel wie Canberra IV, in einer wärmeren Variante.

Rachel Duckhouse liefert mit der Canberra-Serie ein zweites Beispiel derselben Logik. In "Canberra V" zeigen sich zwei geometrische Körper in einer wärmeren Variante desselben Grundmotivs, das in "Canberra IV" zuerst auftaucht. Drei bis vier Zimmer einer Etage lassen sich mit dieser Serie ausstatten, ohne dass zwei Türen dasselbe zeigen.

Intaglio-Druck B_o1 von Inga Eicaite, feinste Linien auf schwarzem Grund
Inga Eicaite, B_o1, Intaglio. Teil einer Serie von fünf verwandten Blättern für ruhige Bereiche.

Für ruhigere Bereiche, etwa Spa-Zonen oder Flure mit hoher Wiederholungsfrequenz, arbeitet Inga Eicaite mit feinsten Linien auf schwarzem Grund, kosmisch-minimal reduziert. "B_o1" ist Teil einer Intaglio-Serie von fünf verwandten Blättern. Intaglio ist der Oberbegriff für den Tiefdruck; bei Eicaites Blättern wird die Linie direkt in die Platte geritzt, verwandt der Kaltnadelradierung.

Diese Werkfamilien lösen genau das Mengenproblem, das große Häuser wie das Surrey Hotel oder Glenmere Mansion anders umgehen: mit sehr viel Budget. The Surrey in New York renovierte 2009 für rund 60 Millionen US-Dollar und zeigt seitdem 31 hochrangige Werke im Wert von rund 30 Millionen US-Dollar, unter anderem von Jenny Holzer und Claes Oldenburg. Das sind fast eine Million US-Dollar pro Werk im Schnitt, eine Liga, die für die meisten Häuser mit zehn oder zwanzig Zimmern keine Option ist.

Glenmere Mansion in Orange County im Bundesstaat New York kalkulierte bei seiner Neuausstattung 2010 ein separates Kunstbudget von 20.000 bis 50.000 Euro pro Einzelwerk für rund 150 Stücke. Auch das zeigt eine Bandbreite, die weit über dem liegt, was Sie mit einem Boutique-Hotel oder einer Handvoll Ferienwohnungen realistisch budgetieren würden.

Original-Kunst im Gastgewerbe ist dabei keine neue Marketing-Idee. 1902 malte Max Liebermann, eingeladen von Alfred Lichtwark, dem ersten Direktor der Hamburger Kunsthalle, die Terrasse des Hotels Louis C. Jacob in Hamburg-Nienstedten. Die bekannte Fassung dieses Motivs, Öl auf Leinwand, 70 mal 100 Zentimeter, hängt heute in der Hamburger Kunsthalle. Das Hotel selbst besitzt ein zweites, eigenständiges Liebermann-Werk, das nach seinem Wiederauftauchen 1995 von der Familie Rahe erworben wurde. Liebermanns Aufenthalt selbst liegt mehr als 120 Jahre zurück, lange bevor irgendjemand von "Hotelkunst" als Trend sprach.

Wer statt eines Kaufs lieber Zeit investiert, findet dafür ebenfalls ein Modell: Das 25hours Hotel Zürich führt ein Artist-in-Residence-Programm, bei dem Kunstschaffende mehrere Wochen im hauseigenen Atelier arbeiten und dem Haus am Ende ein vor Ort entstandenes Werk überlassen. Das ist aufwendig und langsam, aber auch das ist ein Modell für ein Haus, das seine Kunst über Jahre aufbaut, statt in einem Jahr zehn Zimmer auf einmal zu bestücken.

Ob sich eine Serien-Lösung wie die Sleigh- oder Duckhouse-Werke für Ihr Haus finanziell auszahlt, hängt an einer einzigen Stellschraube: der Steuerlogik, mit der Sie mehrere Werke im selben Jahr einkaufen.

Was passiert steuerlich, wenn ein Hotel fünfzehn Radierungen im selben Jahr kauft?

Kaufen Sie in einem Jahr fünfzehn Radierungen für je 250 bis 1.000 Euro netto, gibt es dafür zwei unterschiedliche Wege in der Buchhaltung, und der Unterschied zwischen beiden wird selten erklärt. Der erste Weg ist die klassische GWG-Sofortabschreibung für jedes Werk bis 800 Euro netto. Der zweite ist der Sammelposten nach Paragraf 6 Absatz 2a Einkommensteuergesetz für die gesamte Preisspanne von 250 bis 1.000 Euro netto.

Wer sich für den Sammelposten entscheidet, muss alle in diesem Jahr angeschafften Werke dieser Preisspanne gemeinsam einbuchen, nicht nur die teureren darunter. Eine Auswahl einzelner Anschaffungen ist dann nicht mehr möglich. Der Sammelposten läuft über fünf Jahre zu je einem Fünftel, unabhängig davon, wie lange das einzelne Werk tatsächlich hält oder wie kurz die eigene AfA-Tabelle fürs Gastgewerbe eigentlich wäre.

Bleibt jedes einzelne Werk unter 800 Euro netto und bleiben Sie beim regulären GWG-Verfahren statt zum Sammelposten zu wechseln, ändert die Anzahl der gekauften Werke daran nichts: Jedes Werk wird einzeln und sofort im Anschaffungsjahr abgeschrieben, ob es nun eines ist oder fünfzehn. Genau deshalb liegt das kuratierte Sortiment für diese Seite bevorzugt zwischen 150 und 600 Euro: deutlich unter der 800-Euro-Grenze und damit ohne das Risiko, ungewollt in den Fünf-Jahres-Sammelposten zu rutschen.

Die Unterscheidung von 1977 ist dabei keine Fußnote aus vergangener Rechtsprechung: Sie liegt der steuerlichen Behandlung von Gebrauchskunst bis heute zugrunde, und aktuelle Steuerkommentare ziehen das Urteil weiterhin heran. Die vollständige Herleitung von GWG-Grenze und Abschreibung erklärt Kunst steuerlich absetzen.

Der Passepartout-Trick aus dem Ferienwohnungs-Beispiel weiter oben lässt sich an dieser Stelle zu Ende rechnen, ohne eine einzelne Zahl zu erfinden: Ein günstiges Poster, ein gutes Passepartout und ein guter Rahmen liegen preislich oft in derselben Region wie ein Original aus dem kuratierten Sortiment mit vergleichbarer Rahmung, nur ohne Editionsnummer und ohne Bleistiftsignatur.

Der Flur mit den neun Türen aus dem Anfang dieser Seite lässt sich jetzt anders zu Ende denken. Ersetzt man die eine, überall identische Brückenfotografie durch eine Werkfamilie wie die von Bronwen Sleigh, hängt an jeder Tür weiterhin ein verwandtes Bild, aber keines gleicht dem anderen exakt. Der Handlungsreisende, der irgendwann nur noch das Hotel sah und nicht mehr das Bild, sieht in diesem Flur weiterhin dasselbe Haus wieder. Nur bleibt jedes einzelne Bild sichtbar, weil keins wie das andere ist.

Am Ende bleibt eine Entscheidung, die kein Artikel und keine Tabelle für ein bestimmtes Haus treffen kann: welche Werkfamilie zu welchem Raum passt. Es bleiben viele Zimmer und ein Budget, das reichen muss. Der Rest ist eine Frage der Zusammenstellung, nicht der Abwägung zwischen einem teuren Einzelstück und einem beliebigen Poster.

Studio Sonsu für Hotels, Ferienwohnungen und Gastronomiebetriebe

Studio Sonsu ist eine Galerie für zeitgenössische Druckgrafik in Hannover-Linden, mit Werken aus Radierung, Linolschnitt, Lithografie, Holzschnitt und Siebdruck. Jedes Werk kommt direkt von den Künstlern, ausgewählt, nicht eingekauft. Für Hospitality-Betriebe eignen sich besonders Werkfamilien, die sich über mehrere Räume verteilen lassen. Das kuratierte Sortiment für Hotel, Ferienwohnung und Gastronomie bündelt genau diese Auswahl; wer querbeet über alle Techniken und Künstlerinnen hinweg schauen möchte, findet im gesamten Sortiment jedes verfügbare Werk auf einen Blick.

Fragen zu einer Bestellung für mehrere Räume? Schreiben Sie uns: hello@studiosonsu.de.

Häufige Fragen

Was kostet Kunst für ein Hotelzimmer bei Studio Sonsu?

Das für Hospitality kuratierte Sortiment liegt bevorzugt zwischen 150 und 600 Euro pro Werk, bewusst unter der GWG-Grenze von 800 Euro netto. Rahmung kommt je nach Wahl dazu und wird direkt bei der Bestellung sichtbar.

Ist Kunst im Gastgewerbe steuerlich absetzbar?

Ja. Gebrauchskunst wie Originaldruckgrafik gilt in der AfA-Tabelle des Bundesfinanzministeriums fürs Gastgewerbe als sonstige Druckgrafik mit fünf Jahren Nutzungsdauer. Werke unter 800 Euro netto lassen sich zusätzlich als geringwertiges Wirtschaftsgut sofort im Anschaffungsjahr abschreiben.

Wie viele unterschiedliche Werke braucht ein Haus mit vielen Zimmern?

Das hängt von der Zimmerzahl und den Etagen ab. Eine Werkfamilie mit drei bis fünf verwandten Blättern reicht in der Regel für eine Etage oder einen Zimmertyp, sodass kein Zimmer wie das andere aussieht, ohne dass jedes Zimmer ein eigenes teures Unikat braucht.

Können die Werke gerahmt bestellt werden?

Ja. Rahmung in Schwarz oder Weiß, optional mit Passepartout oder Acrylglas, wird direkt bei der Bestellung dazugewählt. Für viele Zimmer auf einmal empfiehlt sich eine Anfrage per E-Mail, damit alle Rahmen einheitlich ausfallen.

Wie lange dauert die Lieferung, wenn mehrere Zimmer auf einmal ausgestattet werden?

Ungerahmte Werke sind nach 5 bis 8 Werktagen unterwegs, gerahmte nach etwa 10 bis 14 Werktagen, da Passepartouts von Hand gefertigt werden. Versand erfolgt ausschließlich per DHL in einer stabilen Planversandbox mit Graukarton-Schutz.

Gilt für Kunst im Gastgewerbe das normale 14-tägige Widerrufsrecht?

Nicht automatisch. Das gesetzliche 14-tägige Widerrufsrecht gilt für Verbraucher. Bestellen Sie als Unternehmen, etwa als Hotel-, Ferienwohnungs- oder Gastronomiebetrieb, besteht kein automatisches gesetzliches Widerrufsrecht. Rückgabe ist im Einzelfall und aus Kulanz möglich. Details finden Sie in unserer Widerrufsbelehrung, bei gewerblichen Bestellungen klären Sie die Rückgabebedingungen am besten vorab: hello@studiosonsu.de.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Bundesfinanzhof, Urteil III R 58/75 zur Abschreibung von Gebrauchskunst (1977)
  • Bundesministerium der Finanzen, AfA-Tabelle für den Wirtschaftszweig Gastgewerbe
  • Hotel Louis C. Jacob Hamburg, Haus-Chronik zu Max Liebermann und Alfred Lichtwark (1902)
  • Hamburger Kunsthalle, Sammlungseintrag zur Terrasse des Hotels Louis C. Jacob (Inventarnummer HK-1597)
  • Studie zu Gästebewertungen in Lifestyle-Hotels, peer-reviewed über PubMed Central (2024)